Hund Titelbild

Britta und Chris über Hunde

Der Hund ist der beste Freund des Menschen heißt es. Statistisch gesehen ist das eher die Katze, denn sie frisst sich in 7,9 Millionen Deutschen Haushalten durch, während der Hund nur in deren 4,9 Millionen vertreten ist. Die Nagetiere und Vögel (3,3 Millionen und 2,9 Millionen) stellt er aber klar in den Schatten . Die beliebteste Rasse hierzulande ist übrigens der Deutsche Schäferhund mit knapp 13.000 Neugeburten im Jahr, gefolgt vom Teckel und dem Deutschen Drahthaar. Meine heutige Interviewpartnerin Britta kennt sich damit gut aus, denn sie schreibt einen Blog über ihre Erlebnisse mit ihrem Hund Chris. Im Interview kommen beide einmal zu Wort…

 

 

Wo bekommt man überhaupt einen Hund her?

Das kommt darauf an, was für Vorstellungen hat. Im Grunde kann ich zwei Wege empfehlen:

  • Seriöser Züchter
  • Tierschutz

Beim seriösen Züchter gibt es den Rassehund, den man wirklich haben will. Ob als Welpe oder erwachsener Hund – beides ist möglich. Vielfach werden die einst vermittelten Welpen auch an den Züchter zurückgegeben, statt ans Tierheim und er sichert sich ein Vorkaufsrecht. Wichtig ist, dass der Züchter dem VDH angeschlossen ist. Außerdem gibt es für fast jede Rasse einen eigenen Verein, wo die Züchter angeschlossen sind. Die Vereine geben dann auch Auskunft, wo es gerade Welpen oder erwachsene Hunde gibt.
Im Tierschutz lassen sich außerdem Welpen und erwachsene Hunde finden. Wichtig wäre mir hier ein Tierschutzverein in der Nähe, damit ich den Hund auch einige Male besuchen und kennen lernen kann. Außerdem sollten die Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Manche Hunde haben schlechte Erfahrungen gemacht, sind daher für Anfänger ungeeignet, andere sind total pflegeleicht. Die Mitarbeiter im Tierschutz können dann beraten, welcher Hund zu einem passt.


Wie viel kostet ein Hund in etwa monatlich?

Puh, das ist total unterschiedlich. Futter, Steuern, Tierarztbesuche, Friseurbesuche, sofern nötig – das sind so die grundlegenden Sachen. Die Steuern variieren je nach Stadt, in vielen Ländern ist eine Hundehaftpflichtversicherung vorgeschrieben, die ich aber generell jedem Hundehalter empfehlen kann. Round about sollte man mit 50 bis 100 Euro monatlich rechnen, es gibt natürlich Monate, wo weniger anfällt und Monate, wo es mehr wird. Gerade unvorhergesehene Tierarztbesuche sind ja immer noch mal eine zusätzliche Kostenbelastung, die oft vergessen wird.

 

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Wie kann man herausfinden welcher Hund aus all den vielen zu einem passt?

Am besten ist es, verschiedene Rassebeschreibungen zu lesen, sich dann zu überlegen, wie viel Zeit und Geld kann ich aufbringen und passt der rassetypische Charakter zu mir. Ein Jagdhund, womöglich noch aus jagdlicher Leistungszucht, eignet sich nicht unbedingt als reiner Familienhund, der Border Collie will arbeiten und ist meist in der Familie unterfordert, die Terrier sind zwar oft klein und süß, aber auch sehr anspruchsvoll, was Beschäftigung und Auslauf angeht. Trotzdem: Jeder Hund ist anders und ich kann einen Jagdhund ganz ohne Jagdtrieb haben oder einen lethargischen Jack Russel Terrier, der vor 12 Uhr mittags nicht aufsteht und zum Gassigehen getragen werden muss. Letzten Endes entscheidet das individuelle Tier selbst.

 

Wie oft muss man sich um Pflege, Waschen und etwa den Tierarzt kümmern?

Also mit Pflege ist jetzt sicher so die allgemeine Fellpflege gemeint. Kämmen und Bürsten sind da unterschiedlich nötig. Bei Chris (Drahthaar-Foxterrier) beispielsweise ist ein bis zwei Mal die Woche Kämmen und Bürsten ausreichend, wenn er kurz im Fell ist. Sobald es länger wird, muss man öfter ran. Andere Rassen müssen täglich gekämmt werden. Dann kommen die Friseurbesuche dazu. Bei Chris ist es alle acht bis zwölf Wochen nötig, abhängig davon, wie viel Fell er geschoben hat und wie „reif“ er ist. Aber das ist je nach Rasse unterschiedlich. Ansonsten gilt: Tägliche Untersuchung auf Zecken, Verfilzungen, Kletten und Co. im Fell.

Beim Baden ist es auch so eine Sache. Ich bade Chris grundsätzlich nach dem Abtrimmen und ansonsten je nach Bedarf – also Verschmutzungsgrad :) . Tierarztbesuche kann man nicht planen. Die jährliche Impfung ist ein Muss für uns, aber auch teils sehr umstritten. Wir setzen auf die Jahresimpfung. Dazu kommt hin und wieder eine Entwurmung, insbesondere nach Fressattacken undefinierbarer Gegenstände im Freien. Und dann kommen all die kleinen Wehwehchen, von Grasgrannen über Insektenstiche, vertretene Pfötchen, Übelkeit, Durchfall, Blasenentzündungen und so weiter. Wenn sich der Hund also im Verhalten verändert, lieber einmal zu oft als zu wenig zum Tierarzt gehen.

Chris: Also von mir aus könnte man das ganze Kämmen, Trimmen, Baden, Felluntersuchungen und vor allen Dingen die Tierarztbesuche ganz weglassen, das braucht kein Hund!

 

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Was ist bei der Erziehung wichtig?

Liebevolle Konsequenz, gaaaanz viel Geduld und bei uns zumindest auch jede Menge Leckerchen. Entscheidend ist, wie man selbst zum Thema Erziehung steht. Für mich ist es nicht notwendig, dass Chris auf das Kommando „Platz“ wie ein Sack binnen Sekundenbruchteilen zu Boden fällt. Er soll es machen, aber er soll auch kein sturer Befehlsempfänger sein. Mein Ziel ist es, dass er Freude am Lernen hat.

Chris: Hund braucht sehr viel Geduld, bis er seinen Menschen an dem Punkt hat, wo er ihn haben will. In erster Linie braucht es Zeit, denn Hund muss den Zweibeiner erst mal ordentlich kennen lernen, um einzuschätzen, wie er ihn richtig erzieht. Viele ganz besondere Gesichtsausdrücke und tolle Augen sind auch wichtig, denen kann nämlich niemand widerstehen.

 

Wie bist du auf die Idee gekommen, einen Blog für deinen Hund zu schreiben?

Ursprünglich war die Idee lediglich die, dass schöne Wanderwege in der Region vorgestellt werden sollten, die eben nicht so bekannt sind, wie der allgegenwärtige Rennsteig. Mittlerweile hat es sich zu einem tollen Erfahrungs- und Erlebnisaustausch entwickelt.

 

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Was ist dein Lieblingserlebnis mit Chris?

Da gibt es soooo viele, da fällt die Entscheidung mehr als schwer. Aber ich kann mich erinnern, wie er hier mit neun jungen Wochen einzog. Es gab einen großen Spiegel im Flur, in dem sich der kleine Chris das erste Mal selbst sah, nur hat er das nicht erkannt. Er dachte echt, da ist ein anderer Hund und hüpfte vor dem Spiegel herum, um den zum Spielen aufzufordern.


Wenn du irgendwann einmal einen anderen Hund hast, wirst du dann wieder einen Blog starten?

An den Zeitpunkt, an dem ich einen anderen Hund habe, möchte ich überhaupt nicht denken, deshalb kann ich diese Frage auch überhaupt gar nicht beantworten.

Chris: Das Frauchen kriegt keinen anderen Hund – ich bin ihr Hund und das bleibe ich auch!

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Chris: Chrisvomjahnsteinhof

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