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Die Texterin Katrin im Interview

Wenn man im Netz herumsurft, stößt man relativ schnell auf die Arbeit eines Texters. Egal ob in Onlineshops, Firmenwebseiten oder Blogs, Texter übernehmen sehr viele Jobs im Netz. Dabei kann man sie am ehesten mit einem selbstständigen Journalisten vergleichen. Für ihre Texte bekommen die Texter meistens einmalig eine Bezahlung, bei der oftmals pro Wort abgerechnet wird. Andere Aufträge werden unabhängig von den Worten abgerechnet und bei wieder anderen gibt es eine Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum. Wie wir sehen, umfasst das Texten einen ziemlich üppigen Bereich. Katrin, über deren Arbeit ihr auf ihrer Webseite wortverkauf.de mehr erfahren könnt, erzählt uns mehr über ihren Beruf.

 

 

 

Wie bist du zu deinem Beruf als Texterin gekommen? Was hast du davor gemacht?

Im Grunde genommen war ich schon immer Texterin. Meine erste Geschichte habe ich mit 7 Jahren geschrieben – sie handelte von dem Wunsch eines kleinen Mädchens nach einem Haustier und war nicht ganz uneigennützig. Nach der Schule habe ich Sprach- und Literaturwissenschaft studiert und nebenbei schon für eine niederländische Agentur als Ghostwriterin gearbeitet. Nach einem halben Jahr Praktikum in der Redaktion eines Radiosenders habe ich als Texterin in einer Berliner Agentur angefangen und mich anschließend selbstständig gemacht. Ein „davor“ gibt es also gar nicht.


Was für Texte schreibst du genau?

Diese Frage wird mir oft gestellt und ich antworte darauf gerne „Humorvolle Texte“. Dabei ist es eigentlich ganz egal, ob es sich bei dem Auftrag um einen Werbetext, einen Seo-Text oder einen Homepage-Text handelt. Beim Schreiben stößt man immer auf einige unterhaltsame Aspekte des Themas, die ich dann versuche in den Text einzubauen. Auch wenn ein Text noch so „seriös“ ist und wichtige Informationen vermitteln soll: Platz für ein Schmunzeln muss immer bleiben.

 

Welche Aufträge machen mehr Spaß und welche weniger?

Am liebsten schreibe ich Werbetexte, die so kreativ, witzig oder abstrus sein dürfen, wie sie wollen. Ich durfte gerade eine Kampagne für eine bekannte Jeansmarke begleiten und die Texte für eine Hosen-Kollektion schreiben. Im Park sitzen, mit dem Laptop auf dem Schoß und den Stoffen in der Hand – das macht Spaß. Weniger gerne schreibe ich Texte für Landingpages, weil diese eigentlich nur der Suchmaschinenoptimierung dienen und ohnehin von niemandem gelesen werden.

 

Wie viele Seiten schreibst du in etwa pro Tag?

Oh das ist ganz verschieden. Manchmal sind es nur kurze Werbetexte, kleine Slogans oder Flyertexte. Die machen richtig Arbeit und am Ende des Tages ist vielleicht nur eine halbe Seite entstanden. An anderen Tagen haue ich richtig in die Tasten und schaffe auch mal 20 oder 30 Seiten.

Wortverkauf

Wie schafft man es, als Texter bekannter zu werden und damit die Aufmerksamkeit von Auftraggebern auf sich zu lenken? Reicht da eine Info-Webseite wie du sie hast?

Da gibt es in meinen Augen nur einen Weg: Man muss seine Arbeit gerne und mit Leidenschaft machen. Kunden, die einen Texter suchen und auf meine Homepage aufmerksam werden, sagen mir immer wieder, dass sie die Leidenschaft in meinen Texten sprichwörtlich fühlen können. Das ist ein großes Kompliment. Selbstverständlich muss sich das Business nach und nach aufbauen. Erst sind es wenige Kunden. Durch Weiterempfehlungen wird man aber schnell bekannter, arbeitet für größere Agenturen und gewinnt Stammkunden, für die man regelmäßig schreiben darf.

 

Wie schnell hast du es geschafft, vom Texten leben zu können?

Das hat sich nach und nach aufgebaut. Ich habe schon während meinem Studium die ersten Kontakte geknüpft. Als ich aber den festen Plan gefasst hatte, hauptberuflich als Texterin zu arbeiten, hat es etwa ein halbes Jahr gedauert, bis ich eine solide Auftragsbasis hatte.

 

Hast du ein relativ stabiles Einkommen oder schwankt das stark?

Ich habe viele Stammkunden und dadurch ein stabiles Einkommen.

 

Was sind die Vorteile der Selbstständigkeit? Kannst du von zu Hause aus arbeiten?

Da sprichst du schon den ersten großen Vorteil an: Ich kann von Zuhause aus arbeiten. Oder im Stau. Und vor allem in der Nacht. Ich liebe es, nachts zu arbeiten. Und wenn man mal Lust hat, eine Stunde Pause zu machen, dann macht man das eben (zumindest in der Theorie). Ein weiterer Vorteil ist, dass man als Freiberufler selbstständig entscheiden kann und ausschließlich für die eigene Firma arbeitet. Das motiviert gleich doppelt.

 

Könntest du dir wieder eine Festanstellung vorstellen?

Im Moment nicht. Wahrscheinlich ist der Schritt in die Selbstständigkeit viel leichter, als der umgekehrte Schritt. Wenn ich mir vorstelle, wieder vor 9 Uhr aufstehen zu müssen, pünktlich zu sein und Urlaub einreichen zu müssen, statt spontan wegfahren zu können…

 

Welche Karrieremöglichkeiten hat man als Texter?

Als Texter fängt man in aller Regel mit kleineren Aufträgen für kleine Unternehmen an. Ein Flyertext für einen Naturkostladen. Homepagetexte für eine Hotelwebseite. Shoptexte für einen Schuhladen. Schritt für Schritt erweitert sich das Netzwerk, die Aufträge kommen von größeren und bekannteren Unternehmen und wenn dann die erste Anfrage von einem Weltkonzern kommt – dann ist man schon stolz.


Warum übst du den Beruf als Texterin aus? Was macht dir daran Spaß?

Es ist der schönste und eigentlich auch einzige Beruf, den ich mir vorstellen kann. Ich liebe die deutsche Sprache. Ich liebe es, mich in neue Themenbereiche einzuarbeiten. Und ich liebe die Herausforderung, aus einer Anfrage mit dem Wortlaut „Ich brauche einen Text“ genau DEN Text zu schreiben, den sich der Kunde vorgestellt hat.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker

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