Kosmetik Titelbild

Die Visagistin Heidrun über Kosmetik

Kosmetik ist eine wichtige Angelegenheit für die deutschen Frauen. Die der GfK Umfrage “So schön ist Deutschland” hat ergeben, dass der Großteil aller Frauen in Deutschland 15 bis 30 Minuten für die tägliche Kosmetik aufwendet. Drei viertel der Frauen nutzen diese Zeit für eine Tagescreme und eine Mascara. Für die Kosmetik geben über 90 Prozent der Befragten 5 bis 20 Euro im Monat aus. Kein Wunder also, dass auch Visagisten sehr gefragt sind. Heidrun ist eine Visagistin und bietet in ihrem Geschäft Hilfestellung und Beratung für die Kosmetik an. Im Interview erzählt sie uns mehr darüber.

 

 

 

Wie bist du zu deinem Beruf als Visagistin gekommen?

Nach dem ich 20 Jahre als Sekretärin in verschiedenen Firmen gearbeitet habe, war der Zeitpunkt gekommen, an dem ich noch einmal ganz anders durchstarten wollte. Der Bürojob wurde mir einfach zu langweilig und anspruchslos. Auf einer Gartenparty bei meiner Freundin im Saarland lernte ich eine jetzige Kollegin kennen und als ich erfuhr, dass diese im Bereich Schönheit/Wellness/Kosmetik selbständig tätig war, habe ich sie an jenem Abend (das war 2007) von vorne bis hinten ausgefragt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich ein sehr schlechtes Hautbild und war ganz verzweifelt, weil ich schon etliches versucht hatte, aber nichts half. Sie hat dann am nächsten Tag eine Hautbildbestimmung bei mir gemacht, eine entsprechende Pflege empfohlen, die ich dann auch gewissenhaft angewendet habe und nach ca. 3 Monaten, hatte ich eine Haut, die nicht wieder zu erkennen war. Nach dem mich die Produktqualität so überzeugt hatte, war sehr schnell klar, dass ich beruflich genau DAS machen wollte. So bin ich mit der Firma Channoine Kosmetik in Kontakt gekommen und habe nach verschiedenen Seminaren und Fortbildungen meine Liebe zum Schminken entdeckt und die Ausbildung zur Channoine Visagistin mit Diplom gemacht. Ich habe aus meinem Hobby einen Beruf machen können.



Was genau macht eine Visagistin?

Nur zu sagen eine Visagistin schminkt, wäre einfach zu platt. Ich verstehe meine Aufgabe so, dass ich eine Frau oder auch einen Mann so schminke, dass sie sich auf jeden Fall wieder erkennen, sich wohlfühlen, ich die Vorteile des Gesichtes heraus arbeite und eventuelle Nachteile (z.B. Rötungen, Unreinheiten, Schwellungen) zurücktreten lasse. Selbstverständlich gehört dazu auch Modelle für Modenschauen, Events, Fernsehsendungen, Preisverleihungen etc. zu schminken. Ein nicht unerheblicher Teil beinhaltet ebenso Fotomake-up’s und  Brautmake-up’s. Ich komme überall da zum Einsatz, wo jemand attraktiv, gesund, strahlend und gepflegt aussehen will, ohne angemalt zu wirken. Wichtig neben dem Schminken ist natürlich auch die Beratung im Bereich der Hautpflege, denn ein noch so schön geschminktes Make-up wirkt nicht, wenn das Hautbild darunter nicht passt, das heißt wenn die Haut zu trocken, zu fettig oder zu unrein ist.

 

Wie wird man Visagistin

 

Was macht dir Freude an diesem Beruf?

Einfach alles. Am schönsten sind die erstaunten Gesichter, wenn sich die Damen oder Herren nach dem Schminken betrachten und feststellen, dass wenige Pinselstriche genügen, um aus einem müden, abgespannten Gesichtsausdruck, kleinen Augen und dicken Augenringen, ein erholtes, strahlendes und äußerst attraktives Gesicht zu zaubern. Ich arbeite gern mit und am Menschen. Mich interessieren ihre Geschichten, wenn sie sie mir denn erzählen möchten. Ich liebe es, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und mein Wissen und meine Begeisterung fürs Schminken und den Beruf der Visagistin in Kursen (eigene Workshops, VHS Forchheim, DHB Erlangen usw.) an andere weiter zu geben.

 

Aus welchen Gründen kommen Leute zu dir? Wollen sie sich eher für besondere Anlässe herausputzen oder wollen sie Tipps für den Alltag?

Das ist ganz unterschiedlich. Die meisten Damen kommen zu mir zu einer individuellen Make-up Beratung. Die dauert ca. 1,5 Stunden und die Damen lernen, wie sie sich auf Grundlage einer Gesichtsvermessung nach visagistischen Regeln typgerecht schminken können. Ich biete ihnen dann immer noch ein Übungsschminken an, denn das was man selbst tut, prägt sich einfach am besten ein. Natürlich kommen sie auch, um sich für festliche Anlässe schminken zu lassen, wie z.B. Hochzeiten, Abendveranstaltungen, Fotoshootings, Bewerbungsfotos, Sedcards und manchmal auch einfach um sich etwas Gutes zu tun.

Auch bei Problemen und/oder Unsicherheiten mit der Haut bzw. Hautpflege bin ich die richtige Ansprechpartnerin.

 

Wie viel Zeit braucht eine gute Kosmetik am Morgen?

Das kommt drauf an, was „frau“ möchte. Für die Hautpflege ca. 1-2 Minuten und für ein leichtes Tagesmake-up  vielleicht noch mal 3-5 Minuten.

 

Zu welchen Dingen würdest du raten, wenn man morgens nur 5 Minuten Zeit dafür übrig hat?

Da brauche ich nicht lange zu überlegen. Wichtig für die tägliche Gesichtspflege ist die Reinigung des Gesichtes mit Milch, Gel oder Schaum, dann die Nachreinigung mit einem Gesichtswasser (Tonic) und abschließend eine Tages-/Nachtcreme und Augenpflege. Dann ein leichtes Tagesmake-up in Form von Puder, Mascara und Lippenstift oder Gloss. Hierfür benötigt „frau“ maximal 5 Minuten. „Denn ein schönes Make-up ist die Kleidung für’s Gesicht.“

 

Mit Kosmetik Geld verdienen

 

Wie wichtig ist die tägliche Pflege des Gesichtes und wie sollte sie aussehen?

Sehr wichtig, denn wenn es für jemanden persönlich wichtig ist, ein gesundes und strahlendes Hautbild auch im Alter zu haben, sollte die Reinigung und die Pflege des Gesichtes morgens und abends eine Selbstverständlichkeit sein. Wichtig ist, dass die Pflege den Hautbedürfnissen und dem Hautbild entsprechend ausgewählt wird,  d.h. nicht einfach irgendwas drauf schmieren oder alles durcheinander nehmen, sondern eine Fachfrau zu Rate ziehen, die die richtige Pflege nach einer Hautanalyse auswählen kann. Die passende Pflege richtet sich nicht nur nach dem Alter, sondern auch nach den Lebensumständen (Schwangerschaft, Wechseljahre, Jahreszeiten, Krankheit, Stress…). So muss immer mal wieder kontrolliert werden, ob die Pflege noch passend ist. Gerade als Vorbereitung für die kommende kalte Jahreszeit empfehle ich meinen Damen immer regelmäßig Masken, Kuren oder Seren zu verwenden aber immer abgestimmt auf das jeweilige Hautbild. Um Verhornungen vorzubeugen oder diese verschwinden zu lassen empfiehlt sich ein Peeling 1-2 mal wöchentlich, auch hierbei immer darauf achten, dass das Pflegeprodukt zu Haut passt.

 

Wie schnell kann man lernen sich selbst richtig zu schminken?

Nach meiner individuellen Schminkberatung erhalten meine Damen einen Schminkpass, in dem das Ergebnis der Gesichtsvermessung mit der dazu gehörigen Schminktechnik notiert ist. Weiterhin kommen die Damen dann noch zum Übungsschminken (meist reicht 1 Termin) und danach wissen sie, was sie wie bei ihrem Gesicht schminken können/sollten. Wer Lust hat, besucht noch einen meiner Workshops die ich übers Jahr verteilt anbiete. Da gibt’s im Frühjahr/Herbst immer die Look & Trendmake-up Workshops und im Winter noch einen für das „Perfekte Abendmake-up“, damit der glamouröse Auftritt bei der Silvesterparty garantiert ist.

Die Techniken für das eigene Gesicht zu lernen ist nicht schwer und meist reicht ein Termin aus. Mit der Routine kommt dann die Perfektion und die Lust mit Farben und Techniken zu spielen.

 

Was bedeutet typgerechtes Schminken?

Beim Typgerechtenmake-up steht die Person im Vordergrund und nicht das Make-up. Hier werden Proportionen angeglichen bzw. ausgeglichen, Vorteile hervorgehoben und Nachteile treten zurück. Mit Hilfe der Regeln der optischen Täuschung wird das Gesicht modelliert, so dass die Person einfach nur strahlend, äußerst gepflegt, erholt und frisch aussieht ohne sichtbar angemalt zu wirken. In einem Satz gesagt: Geschminkt ungeschminkt aussehen.


 

Kann man jeden Hauttyp schminken oder sollte man das bei empfindlicher Haut lieber lassen?

Prinzipiell ja. Nur sollte bei empfindlicher Haut auf die Produktqualität geachtet werden. Weiß man auf welche Stoffe allergisch reagiert wird, einfach nachfragen, was in den einzelnen Produkten an Inhaltsstoffen drin ist. Bei sehr trockener, empfindlicher und/oder fettiger Haut kann es empfehlenswert sein, erst einmal das Hautbild entsprechend aufzubauen, damit ein Make-up auch wirklich schön aussieht. Ist die Haut sehr verhornt und schuppig zeichnet sich das Make-up leicht ab und wirkt eher ungepflegt.  Ist sich jemand unsicher, einfach zu einem Profi gehen und sich ausführlich beraten lassen. Eine weitere Möglichkeit ist, einzelne Produkte in der Armbeuge aufzutragen. Wird etwas nicht so gut vertragen, zeigt es sich hier meist recht gut und man hat die Reaktion nicht gleich im ganzen Gesicht.

 

Visagist Beruf Erfahrung

 

Welche Produkte von welchen Marken kannst du zum Schminken empfehlen?

Da gibt’s für mich persönlich nur eine Marke „Channoine“ :) . Letztendlich muss jeder „seine“ Marke finden. Ich arbeite gern und ausschließlich mit Produkten der Firma Channoine. Warum? – Ganz einfach:

  1. Sie sind super verträglich.
  2. Es ist absolutes Profimaterial.
  3. Die Farben sind brilliant und lassen sich einfach auftragen.
  4. Das Make-up, Lidschatten, Rouge etc. ist auch am Ende des Tages noch da, wo ich es morgens aufgetragen habe.
  5. Die Inhaltsstoffe sind pflegend, schützend und zu einem großen Teil auf pflanzlicher Basis.
  6. Alle Produkte sind tierversuchsfrei getestet.
  7. Meine Kunden habe eine 4 wöchige Qualitätsgarantie, d.h. wenn ein Produkt mal wirklich nicht vertragen wird, kann es innerhalb der ersten 4 Wochen problemlos zurückgegeben werden.
  8. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist sensationell.
  9. … wenn ich alles aufzähle, wird das Interview zu lang :) .

Blitzt der Gedanke auf, der Beruf der Visagistin wäre vielleicht auch etwas für Sie oder so eine Schminkberatung würde Sie interessieren? Dann einfach anrufen 09191 – 7363558 oder eine Mail schicken: heidrun.wokittel@channoine-partner.com.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Schminkutensilien in Tasche: Maik Grabosch  / pixelio.de; Lippenstifte: Lupo  / pixelio.de; Handtücher: Fotostudio Works/Lehre Villach  / pixelio.de 

  • Thomas

    Sehr schön! Ein Beruf über den man nicht viel liest – gefällt mir.

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