Saft Titelbild

Eigenen Saft herstellen: Frank erklärt Saftpressen und Entsafter

Saft ist gesund, erfrischend und in den verschiedensten Ausführungen zu haben. Am gesündesten und erfrischendsten ist und bleibt dabei aber der frisch selbstgepresste Saft. Um eigenen Saft herzustellen gibt es die verschiedensten Geräte und Methoden, die sich alle in ihrer Funktionsweise, Benutzerfreundlichkeit und Ausbeute unterscheiden. Wie die Entsafter genau funktionieren, für wen sie geeignet sind und was man bei der Benutzung beachten muss erklärt uns Frank heute im Interview sowie auf seiner Webseite über Entsafter.

 

 

Was genau macht ein Entsafter?

Die Aufgabe eines Entsafters besteht darin, Saft aus dem Obst oder Gemüse Ihrer Wahl zu extrahieren. In der Praxis sieht das dann so aus, dass der Benutzer lediglich die zu verarbeitenden Früchte dem Entsafter zuführt und das Gerät in Betrieb setzen muss. Anschließend kann auch schon der gewünschte Saft bewundert werden, wie er bereits nach wenigen Sekunden aus dem Auslauf strömt.

Die Rückstände (auch Trester genannt) die beim Entsaften anfallen (Fruschtfleisch, Fasern, etc.), landen hingegen im dafür vorgesehenen Tresterbehältnis und können später entsprechend entsorgt werden.


Wie funktionieren die verschiedenen Entsafter?

Zunächst einmal sei erwähnt, dass man zwischen vier verschiedenen Typen von Entsaftern unterscheidet. Diese lauten: Zentrifugenentsafter, Saftpresse, Zitruspresse und Dampfentsafter. All diese Arten funktionieren auf verschiedener Art und Weise.

Während die Saftzentrifuge mit enorm hohen Geschwindigkeiten von bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute arbeitet und so die Früchte mittels einer Reibscheibe zerkleinert sowie durch ein Sieb filtert, verarbeitet die Saftpresse das Pressgut mithilfe der sogenannten Schnecken (Presswalzen) äußerst langsam und schonend.

Die elektrische Zitruspresse, mit der wir uns hauptsächlich auf unserer Seite befassen, ähnelt der manuellen Variante dahingehend, dass beiden Zitrusfrüchten mithilfe eines zuoberst angebrachten Presskegels der Saft entzogen wird. Dieser wird dann wie beim herkömmlichen Entsafter nur noch durch ein Sieb geleitet und tritt dann auch schon aus dem Saftauslauf in Ihr Trinkglas.

Der kleine aber feine Unterschied zwischen elektrisch und manuell besteht allerdings darin, dass der Presskegel von einem Motor angetrieben und zum Drehen gebracht wird, sobald man mit der Frucht Druck auf den Kegel ausübt. Lässt der Druck nach beziehungsweise hebt man die Frucht wieder ab, so stoppt auch der Kegel automatisch. Start-Stopp-Automatik nennt man diesen Mechanismus, über den nur elektrische Zitruspressen verfügen.

Der Dampfentsafter stellt die traditionellste Art des Entsaftens dar, die so schon über Jahrzehnte hinweg praktiziert wird. Ein typisches Exemplar dieser Art besteht aus drei übereinander gestellten Töpfen, welchen jeweils eine eigene Funktion zugeteilt ist:

In den obersten Topf, den Fruchtkorb, wird das Obst und Gemüse, das es in Saft umzuwandeln gilt, eingefüllt. Im mittleren Abteil, dem Auffangbehälter, wird später der Saft landen, während der unterste Topf, der Wasserbehälter, lediglich mit dem Wasser befüllt wird, das anschließend erhitzt wird.

Der aufkommende Wasserdampf wird infolge des Erhitzens des Wasserbehälters aufsteigen und so die Früchte im Fruchtkorb allmählich zum “Platzen” bringen, woraufhin der begehrenswerte Saft austreten kann und im darunter befindlichen Auffangbehälter gesammelt wird. Dieser Saft muss dann nur noch abgefüllt werden, was mit einem integrierten Schlauch samt Klemme auch problemlos zu bewältigen ist.

Auch heute erfreut sich der Dampfentsafter noch relativ großer Beliebtheit, auch wenn ein Dampfentsafter mit der Geschwindigkeit und Leichtigkeit moderner Entsafter natürlich nicht mithalten kann. Dafür hat er andere Vorteile, die ich im Folgenden noch genauer darlegen möchte.

 

Wie Saft selbst herstellen

 

Welcher Entsafter eignet sich für welchen Anwendungszweck?

Aufgrund seiner leichten Bedienung, Geschwindigkeit und der geringen Pflege die solch ein Gerät voraussetzt, eignet sich der Zentrifugenentsafter vor allem für Berufstätige und generell all diejenigen, die im hektischen Alltag auch mal zügig einen frischen Saft zubereiten möchten. Dabei kann die Saftzentrifuge auch durchaus eine ganze Familie mit genügend Saft innerhalb kürzester Zeit versorgen.

In den Betrieb einer Saftpresse muss zwar mehr Zeit investiert werden, allerdings verspricht sie dafür auch die beste Saftqualität aller Geräte. Da das Obst und Gemüse äußerst langsam und schonend verarbeitet wird, gelangt sehr wenig Sauerstoff in den Saft. Das resultiert in einem Saft, der vor Vitalstoffen nur so strotzt, da die Oxidation im Gegensatz zur Saftzentrifuge nicht angeregt beziehungsweise sogar unterbunden wird. Wer also auf Vitamine und Mineralstoffe Wert legt und sich ein wenig mehr Zeit im Alltag nehmen kann um Säfte herzustellen, der ist mit einer Saftpresse bestens bedient.

Eine Zitruspresse, wie der Name bereits verrät, kann lediglich in Verbindung mit den gleichnamigen Zitrusfrüchten verwendet werden. Zwar steht einem nicht die absolute Fülle an Früchten zur Verfügung wie es bei den anderen Geräten der Fall sein mag, doch gibt es mehr als genug Menschen, die auch genau das nur möchten; einen frisch gepressten Orangensaft am Morgen. Und genau das leistet die elektrische Zitruspresse mit Bravour!

Ein Dampfentsafter - die herkömmliche Art des Entsaftens – bedarf zwar viel Hingabe hinsichtlich der Dauer eines Vorgangs und des Wartungsaufwands, allerdings können immense Mengen an Saft auf extrem schonende Weise erzeugt werden, wie es bei keinem modernen Gerät wirklich der Fall ist. Wer also über einen großen heimischen Garten verfügt und regelmäßig eine beträchtliche Ernte vorzuweisen hat, dem kann ein Dampfentsafter nur ans Herz gelegt werden um diese reiche Ernte sinnvoll zu verwerten. Anstatt also jedes Jahr Reste, die der eigene Personenkreis nicht mehr aufbrauchen kann zu entsorgen, sollte man lieber gleich einen großen Teil in Saft umwandeln und anschließend aufbewahren. Denn dieser Saft ist nicht nur lecker, sondern je nach Zutat auch überaus lange haltbar.

 

Eignen sich Entsafter für jedes Obst und Gemüse?

Nein, je nach Art kommt ein Gerät mal besser oder schlechter mit einer Zutat zurecht. Dabei kann man grundsätzlich nur schwer pauschale Aussagen treffen, da jedes Gerät sehr verschieden funktioniert. Ein Zentrifugenentsafter jedoch ist zum Beispiel nur sehr selten in der Lage, Kräuter, Blattgemüse, Keimlinge und ähnliches zu verarbeiten.

Generell kann man aber festhalten, dass die heutigen Modelle mit nahezu allen gängigen Obst- und Gemüsesorten fertig werden. Es ist also umso wichtiger, sich vor dem Kauf eines Entsafters darüber zu informieren, was denn nun genau entsaftet werden kann und was nicht möglich ist. So vermeidet man die böse Überraschung, die nach Erhalt des Geräts auf einen warten könnte: Nämlich, dass beispielsweise das Lieblingsobst nicht verwertet werden kann.

 

Wie sollte man härtere Zutaten wie Nüsse handhaben? Kann man die dazugeben oder lieber erst nachher?

Nüsse können beispielsweise auch nicht von einem Zentrifugenentsafter bewältigt werden. Hierfür ist eine Saftpresse notwendig. Auch ein Dampfentsafter wird es mit bloßem Wasserdampf in absehbarer Zeit nicht schaffen, Saft aus diesen harten Zutaten zu gewinnen.

Die Presswalzen beziehungsweise Schnecken einer hochwertigen Saftpresse hingegen bewerkstelligen auch harte Zutaten nahezu problemlos. So können Nüsse sogar zu köstlichem Nussmus verarbeitet werden, welches dann wiederum zur Herstellung anderer Köstlichkeiten genutzt oder natürlich direkt verzehrt werden kann.

 

Saft selbst machen mit Entsafter

 

Sind die Geräte einfach zu reinigen?

Teilweise sind die Geräte auch sehr einfach zu reinigen, ja.

Vor allem moderne Saftzentrifugen wie die Modelle von Philips sind binnen drei Minuten von Hand oder in Sekundenschnelle in ihre Einzelteile zerlegt sowie in die Spülmaschine befördert. Mit diesen Geräten hat man also absolut keinen Aufwand im Nachhinein.

Mit den heutigen Saftpressen verläuft es ähnlich, da auch viele von ihnen inzwischen aus spülmaschinenfesten Einzelteilen bestehen und generell schnell auseinandergebaut werden können. Eine manuelle Reinigung gelingt auch hier innerhalb von fünf Minuten, ein wenig Übung vorausgesetzt.

Zitruspressen, die kleinste Gattung, können wortwörtlich in Sekundenschnelle gereinigt werden indem die paar Einzelteile voneinander getrennt und daraufhin in die Spülmaschine gelegt werden. Nahezu alle elektrischen Zitruspressen sind spülmaschinengeeignet und stellen Sie so vor keine Herausforderung. Auch per Hand nimmt eine Reinigung nicht mehr als zwei Minuten Ihrer wertvollen Zeit in Anspruch. Was das angeht, natürlich der absolute Gewinner unter den Entsaftern!

Dampfentsafter wiederum verlangen ein wenig mehr Zeit von Ihnen ab, da es sich hier auch um das Gerät handelt, welches die größte Menge an Saft hervorbringt. Die drei großen Töpfe müssen nämlich alle einzeln gereinigt werden, wobei auch dies inzwischen oftmals kinderleicht gelingt. Denn viele Dampfentsafter bestehen heutzutage aus Edelstahl Töpfen, welche dem Geschirrspüler überlassen werden können. So können sie auch hier einer umfassenden Wartung aus dem Weg gehen und sich stattdessen Ihrem Alltag widmen. Sollte ein Dampfentsafter doch mal manuell abgespült werden müssen, so können Sie mit etwa 15 Minuten Aufwand rechnen.

 

Wie teuer ist ein guter Entsafter?

“Gut” ist natürlich immer relativ und hängt vom Kunden und dessen individuellen Bedürfnissen ab. Allerdings kann man generell festhalten, dass ein hochwertiger Zentrifugenentsafter mindestens 100€, eher in Richtung 150€ kosten sollte, damit die Qualität garantiert ist.

Für eine gute Saftpresse muss hingegen nochmal ein Vielfaches des Preises einer Saftzentrifuge aufgebracht werden, da die besten Geräte hier zwischen 400 und 600€ liegen.

Eine Zitruspresse ist aufgrund der eingeschränkten Nutzbarkeit (nur Zitrusfrüchte) und der allgemeinen Beschaffenheit das mit Abstand günstigste Exemplar. Bereits für etwa 45€ kann der Testsieger aus dem Hause Philips erworben werden.

Beim Dampfentsafter finden Sie gute Geräte teilweise sogar schon für etwa 30€. Möchte man allerdings ein wenig tiefer in die Tasche greifen, so kann unser Testsieger von WMF für etwa 90€ erstanden werden.

 

Entsafter kaufen

 

Welches Gerät kannst du jemandem empfehlen, der das Entsaften einfach einmal ausprobieren möchte?

Wer ganz neu in Sachen Entsafter ist und es einfach mal ausprobieren möchte, dem empfehle ich mit einem günstigen Zentrifugenentsafter zu beginnen. Diese einfach zu bedienenden Geräte verlangen nicht viel Pflege von ihrem Benutzer ab und können bereits sehr günstig erworben werden.

Konkret würde ich hier den Philips HR1869 empfehlen, der etwa 120€ kostet aber dafür auch wirklich zu den Favoriten zählt und stets die Bestseller-Ranglisten anführt. In unserem Testvergleich erreichte das Modell Platz 3.


Welches gute Rezept zum Entsaften kannst du empfehlen?

Da ich nur schwer den Geschmack aller Leser treffen kann, empfehle ich euch mal meinen ganz persönlichen Liebling; der “Karotten-, Orangen- und Papaya-Saft”:

Sie benötigen lediglich drei geschälte Karotten, eine halbe geschälte Papaya und den Saft zweier Orangen.

Nachdem diese Zutaten auf die Größe des Einfüllschachts Ihres Gerätes zugeschnitten wurden, gilt es nur noch, diese dem Entsafter Ihrer Wahl zuzuführen. Voilà – und schon fließt der köstliche Drink kurze Zeit später aus dem Saftauslauf in Ihr Trinkglas! Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren!

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Kirschen im Wasserglas: Bernd Kasper  / pixelio.de; Orangen: Timo Klostermeier  / pixelio.de; Rote Beeren auf grünem Blatt: Bernd Kasper  / pixelio.de

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