Weltreise Titelbild

Eine Weltreise machen? Otti und Wolfgang über Planung, Vorbereitung und mehr

Die Erde beherbergt etwa 149,4 Millionen Quadratkilometer Fläche, was etwa so groß ist wie 29,8 Milliarden Fußballfelder. Das ist eine ganze Menge zu erkunden und es wird wohl nie jemanden geben, der alle Flecken der (je nach Rechnung mal mehr, mal weniger) 195 Länder dieser Welt erkunden wird. Aber man kann es zumindest versuchen. Das dachten sich auch meine heutigen Interviewpartner Otti und Wolfgang, die zusammen eine Weltreise starten wollen. Momentan befinden sie sich in den Vorbereitungen und geben auf ihrem Blog, auf Facebook und heute im Interview Auskunft darüber, wie man so ein Mammut-Projekt denn angeht.

 

 

Wie seid ihr auf die Idee für eine Weltreise gekommen?

Eigentlich stand das nie so klar zur Debatte. Begonnen hat alles damit, dass wir unser Haus verkaufen wollten, um eine Wohnung oder ein kleineres Haus zu kaufen. Unser Ältester ist jetzt 25 Jahre und sollte langsam auf eigenen Füßen stehen. Unser Jüngster hat gerade Fachabitur gemacht und geht für ein Jahr als Au-pair ins Ausland.

Und plötzlich waren wir alle Verpflichtungen los – vogelfrei sozusagen. Im Dezember beschlossen wir also unsere neue Freiheit zu nutzen und eine Weltreise zu machen. Seither haben wir vieles los lassen müssen und auch dürfen, was emotional nicht immer ganz einfach war. Es müssen auch viele lieb gewonnene Dinge in gute Hände übergeben werden, anderes muss verkauft werden, wieder anderes werden wir verschenken. In jedem Fall sind wir seither nur noch am Organisieren.


Wo wollt ihr überall hin?

Wir starten in Ecuador und den Galapagos Inseln. Weiter geht es dann über Mexiko an die nordamerikanische Ostküste über Toronto, Boston, New York und Washington nach Miami und New Orleans. Die nächste Etappe ist die nordamerikanische Westküste von Vancouver über San Francisco bis nach San Diego und Las Vegas mit den tollen Nationalparks welche man im November/Dezember noch besuchen kann. Weihnachten und Silvester werden wir in San Francisco verbringen. Über Hawaii, Neuseeland und Australien geht es nach Indochina: Thailand, Laos, Kambodscha stehen als erstes auf unserem Programm. Zum Schluss planen wir noch Bali und Sulawesi zu besuchen. Über Singapur fliegen wir Ende Juli 2016 wieder zurück nach München.

 

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Wisst ihr schon wie lange ihr unterwegs sein werdet oder ist das offen?

Wir werden maximal 365 Tage unterwegs sein: a) verfällt dann das „round the world“-Ticket und b) läuft dann die Auslandskrankenversicherung aus. Außerdem möchten wir dann gerne wieder unsere beiden Söhne sehen, alte Freunde treffen. Anfangs hieß das für uns, zurück in die Heimat kommen. Bis wir vor kurzem auf einer Reise nach Salzburg den schönen Satz von Karl-Markus Gauss in einem Schaufenster lasen: „Heimat kann mit dem ziehen, der den Ort der Kindheit verlässt, und jenem abhanden kommen, der zuhause bleibt.“

 

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Wie viel plant ihr da fest ein und wie viel ist spontanes Entscheiden wenn man da ist?

Wir haben uns von jedem Land eine Liste mit den „Must-see“ erstellt. Das soll aber nur ein Anhaltspunkt sein. Wir möchten uns definitiv nicht durch ein zu starres Korsett einschränken lassen. Gerade die Möglichkeit spontane Entscheidungen zu treffen, macht diese Art von Reisen erst interessant. Natürlich haben wir uns durch das „round the world“-Ticket auf bestimmte Reiseabschnitte und Aufenthaltsdauern festgelegt. Auch die Einreise in Länder mit Visapflicht ist wesentlich problemloser wenn man ein gültiges Weiterflugticket besitzt.

 

Wie sieht das finanziell aus? Habt ihr vor auf den Reisen auch zu arbeiten oder zehrt ihr dann vor einem Budget?

Wir planen mit unserem Blog etwas dazu zu verdienen, wie wir in unserem Artikel „Geht das? Unterwegs Geld verdienen als digitale Nomaden“ beschrieben haben. Dies hat aber keine Priorität, da wir genügend Rücklagen für diese Reise gespart haben. Wir möchten uns vor allem auf das Reisen beschränken. Wir haben 2 Kinder groß gezogen und immer gearbeitet. Jetzt möchten wir die Zeit für uns nutzen, zur Besinnung kommen und mehr über uns selbst erfahren. Damit das gelingen kann, braucht es Langsamkeit! Das Schwierigste wird vermutlich, nicht im „Tun“ zu sein, sondern einfach einmal nichts zu tun und zu planen. Wir drehen den Ausspruch „Sitz doch nicht immer so dumm rum, tue doch endlich mal etwas“ einfach um. Für uns wird gelten: „Tue doch nicht immer dumm irgendetwas, sondern sitze einfach mal so da“.

 

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Was sind die wichtigsten Vorbereitungen die man treffen muss?

„Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt“ wusste schon Konfuzius. Es gibt natürlich ganz viel, was im Vorfeld einer Weltreise organisiert werden muss: Haus ausräumen und Hausrat einlagern, Versicherungen anpassen, etc. Ich habe das in unserem Blog auf unserer „Weltreise To-do Liste“ in aller Ausführlichkeit beschrieben. Das Wichtigste aber ist, dass wir für uns sicherstellen müssen nicht zu schnell zu werden, um keinen Travel-Burn-out zu riskieren.

 

Was nehmt ihr da alles mit? Das muss doch eine ganze Menge werden oder?

So viel können wir nicht mitnehmen. Uns stehen lediglich 2 Backpacks zur Verfügung: Otti trägt den 45 + 7 Liter Rucksack und ich einen mit 60 + 10 Liter. Beim Packen zählt hier auch die Devise „Weniger ist mehr!“. Wir haben Kleidung für 7 Tage und Badesachen, Trecking Schuhe und Sandalen, Schnorchel, Taucherbrille, Flossen und Füsslinge sowie Flip-Flops. Microfaser-Handtücher, Toilettenartikel und Sonnencremes, unsere Reiseapotheke und Hygieneartikel dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ansonsten können wir alles was sonst noch nötig ist auch vor Ort kaufen. Da wir auch unseren Blog füttern wollen, benötigen wir Foto- und Filmmaterial und noch etwas technische Ausstattung.

 

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Habt ihr auch ein wenig Angst oder Sorge vor irgendetwas?

Nein Angst haben wir keine, da wir gut vorbereitet sind. Wir werden uns auch nicht in problematischen Gebieten aufhalten oder sonst ein unnötiges Risiko eingehen. Darüber hinaus schützen Sicherheitsprodukte wie zum Beispiel ein PacSafe unsere Wertsachen, da diese so einfach zum Beispiel an eine Heizung angekettet werden können.


Worauf freut ihr euch am meisten?

Einzutauchen in fremde Kulturen! Wir wollen die Menschen, ihre Kultur und Lebensweise kennenlernen und uns gerne darauf einlassen. Auf unseren Spanisch-Sprachkurs in Ecuador freuen wir uns ebenfalls. Ein besonderes Highlight wird in jedem Fall der Besuch der Galapagos Inseln werden.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Bilder im Artikel: owstravel.de

  • Otti & Wolfgang

    Hallo Marten,

    danke für das schöne Interview. Wir möchten jeden einladen uns lesend auf unserem Blog zu verfolgen. Wer Fragen zu einzelnen Themen oder Anregungen zu unseren Reisezielen hat, ist herzlich willkommen einen Kommentar zu hinterlassen.

    Otti & Wolfgang

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