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Gute Nachrichten gefällig? Daniel von Nur positive Nachrichten erzählt über sein Projekt

Die Erde ist rund 510 Millionen Quadratmeter groß. Da passiert eigentlich immer irgendwo etwas interessantes und berichtenswertes, mit dem die Nachrichtenportale dieser Welt gefüllt werden. Auffällig ist dabei, dass es vor allem schlechte Nachrichten sind, die bei den großen Zeitungen kursieren. Würde man ein Trinkspiel machen, bei dem man für jede schlechte Nachricht einen Kurzen trinkt, wären binnen weniger Minuten alle dichter als ein U-Boot. Mein heutiger Interviewpartner Daniel will dagegen etwas tun, weil schlechte Nachrichten eben auch auf die eigene Stimmung drücken, genauso wie gute Neuigkeiten für Freude sorgen. Deswegen veröffentlicht er auf seiner eigenen Nachrichtenseite nur-positive-nachrichten.de ausschließlich gute News. Warum er das macht, worüber er schreibt und was er damit bewirkt erfahren wir im Interview.

 

 

Wie bist du auf die Idee für deine Seite gekommen?

Wenn man sich eine typische Tageszeitung oder Nachrichten-Portale im Internet ansieht, könnte man glauben,  die Welt ist düster und voller Hass. Irgendwann habe ich festgestellt, dass mich diese Schreckensmeldungen belasten und meine Stimmung dadurch in den Keller ging.

Ich habe angefangen nur noch positive Artikel zu lesen und merkte, wie sich meine Stimmung aufhellte. Ich stellte fest, dass die Welt kein düsterer Ort ist. Ganz im Gegenteil, sie ist ein herrlicher Ort mit wunderbaren Menschen. Man muss nur hinsehen.

Schließlich begann ich diese Geschichten zu sammeln und auf eine Website zu stellen, um anderen Menschen das Suchen nach positiven Nachrichten zu erleichtern.


Warum denkst du gibt es in großen Zeitungen überwiegend negative Nachrichten?

Die Antwort mag ein bisschen überraschen. Aber schlechte Nachrichten verkaufen sich viel besser. Ein russisches Nachrichten-Portal machte ein Experiment und veröffentlichte in einem festgelegten Zeitraum nur noch positive Nachrichten. Als die Besucherzahlen dadurch extrem zurückgingen, kehrte man wieder zur gewohnten Berichterstattung zurück.

Diese Tatsache liegt also nicht daran, dass es weniger positive Nachrichten als schlechte gibt. Es liegt an der Nachfrage. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass sich dieser Trend gerade ändert. Menschen sehnen sich wieder nach mehr Freude und Glück in ihrem Leben und suchen auch verstärkt im Internet danach.


Macht es glücklicher, wenn man nur positive Nachrichten liest?

Ja, positive Nachrichten machen glücklich. Eine vor Kurzem durchgeführte Online-Studie brachte hervor, dass sich Menschen, nachdem sie einen positiven Post auf Facebook gelesen hatten, deutlich besser fühlten, als nach einen Post mit einer negativen Botschaft.

Dies lässt sich natürlich auch auf Nachrichten übertragen. Jeder kann dies leicht selbst für sich überprüfen. Fühle einmal in dich hinein, wenn du das nächste Mal eine negative Schlagzeile liest und vergleiche deine Gefühle mit denen beim Lesen einer positiven Schlagzeile. Es ist wie bei einer Meditation. Man stellt sich sehr oft vor, man wäre an einem schönen Ort, wie zum Beispiel einem Strand. Sofort stellt sich Entspannung ein. Keiner wird sich in einer Meditation vorstellen, er wäre in einem brennenden Haus oder an einer vielbefahrenen Autobahn.

 

Wie kann man sich vor schlechten Nachrichten schützen?

Es ist sehr einfach. Verzichte auf Nachrichten. Wer im Urlaub schon einmal zwei Wochen auf Nachrichten verzichtet hat, stellt danach fest, dass er auch ohne Zeitungen sehr gut zurechtkam. Wir brauchen Nachrichten nicht wirklich. Und wenn doch, dann sollten wir darauf achten, dass es positive Nachrichten sind.

 

Ist es auf der anderen Seite nicht auch falsch, wenn man negatives einfach ausblendet?

Falsch ist es auf keinen Fall wenn man negative Nachrichten ausblendet. In unserer Gesellschaft ist dies aber nur sehr schwer möglich und auch gar nicht notwendig. Keiner muss seine Augen vor dem Weltgeschehen verschließen.  Auch hinter jeder schlechten Nachricht steckt etwas Positives. Es kann hilfreich sein, die positiven Aspekte einer schlechten Nachricht zu erkennen. Ich denke, die Dosis in der wir negative Meldungen konsumieren, sollte in kleinen Einheiten eingenommen werden. Es soll immer genügend Platz in unserem Herzen für Freude und Glück vorhanden sein.

 

Was ist die große gute Nachricht der letzten Tage?

Ich durfte ein Bild veröffentlichen, das einen Vater zeigte, der bei strömenden Regen seinen Regenschirm über seinen neben sich herlaufenden Sohn hielt. Ihm war es egal, dass er selbst klatsch nass war.

Es ist keine „große“ Nachricht, es ist eine Szene aus dem Alltag die uns zeigt, dass Glück und Liebe an jeder Straßenecke auf uns warten kann. Dadurch gewinnen wir ein kleines Stück Vertrauen in das Gute des Menschen zurück. Und dies macht diese Nachricht zu einer der ganz wichtigen.

 

 

 

Was sind die Reaktionen der Leute auf deine Seite?

Die Reaktionen meiner Leser sind überwältigend. Ich spüre, dass sie sich freuen, eine Website gefunden zu haben, auf der hinter jedem Link ein Lächeln wartet. Eine meiner Leserinnen schrieb mir zum Beispiel, dass sie sich vor einiger Zeit mehr positive Nachrichten gewünscht hatte und nun voller Freude meine Seite gefunden hat.

Innerhalb von zwei Monaten kamen über 4000 Facebook-Fans dazu. Dies ist für mich ein Zeichen, dass es den Menschen gefällt und sie sich nach mehr Freude im Leben sehnen. Ich bin sehr dankbar für jeden einzelnen Leser und bin gespannt, wie es weiter geht.


Willst du irgendwann einmal eine richtige Zeitung daraus machen oder soll es bei der Webseite bleiben?

In Zeiten von Tablets, Smartphones und E-Book Readern werden Nachrichten meistens online gelesen. Ich denke, dieser Trend wird sich fortsetzen. Ich schließe aber nicht aus, dass es irgendwann ein Buch oder eine Sonderausgabe in gedruckter Form geben wird. Aktuell spiele ich mit dem Gedanken eine App der nur positiven Nachrichten zu erstellen. Es bleibt also spannend.


Was macht dir Spaß daran, gute Nachrichten zu schreiben?

Wenn man sich einem Thema annimmt, setzt man sich damit sehr intensiv auseinander. Gerade Artikel über Glück und Freude lassen mich auch über mein eigenes Leben nachdenken. Für mich ist es eine Art der Meditation, meine Gedanken auf Papier zu bringen.  Außerdem habe ich durch meinen Blog sehr viele tolle Menschen kennengelernt. Es zeigt mir, dass das Glück oft nur einen Klick entfernt ist.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; 

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