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Bernd Kahl über den Taxifahrer-Alltag

Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr Bernd schon einmal getroffen habt, ist zwar relativ gering, aber mit einem seiner zahlreichen Kollegen habt ihr euch sicher schon einmal ein Auto geteilt. Bernd ist nämlich Taxifahrer in Dresden und bringt täglich Leute von A nach B. Seine teilweise ziemlich kuriosen Erlebnisse hält er dabei in seinem Taxiblog fest. Ich habe ihm ein paar Fragen zum Taxifahren gestellt und einige interessante Antworten erhalten.

 

Arbeitest Du in einem Taxiunternehmen oder bist du ein selbstständiger Taxifahrer?

Ich arbeite angestellt im größten Taxiunternehmen Dresdens. Das mache ich seit 10 Jahren. Von 1987-´90 war ich schon mal Taxifahrer als Nebenberufler. Man fuhr in dieser Form wie ein Privatunternehmer mit seinem eigenen PKW, ging aber ansonsten Vollzeit einer anderen Arbeit nach.

 

Was braucht man, um Taxifahrer zu werden? Muss man eine Art Taxischein machen?

Führerschein, P-Schein(Personen-Beförderungsschein), Fahrpraxis mindestens 2 Jahre, Mindestalter 21 Jahre, Ortskundeprüfung, Sachkundeprüfung(rechtliche Vorgaben, Funktechnik u.a.).


Musst Du für eine Route oft das Navi einschalten, oder kennst du den Weg meistens?

Innerhalb Dresdens nutze ich das Navi (Ich habe nur eins im Handy) niemals! Außerhalb brauche ich es in 5% der Fälle. Wenn ich eine Adresse nicht sofort weiß, schaue ich auf den Stadtplan und wenn ich dann weiß, wo sie ist, brauche ich bis zum Ziel auch nicht noch mal nachzuschauen. Navi kann man innerhalb der Stadt übrigens benutzen, um die Fahrgäste zu besch…! Die Dinger erzählen mitunter solch eine gequirlte Sülze, daß man locker 10% mehr Umsatz macht!

 

Taxi Fahrer Alltag

 

Hast du noch Kontakt zu einen Deiner Fahrgäste, oder lernt man sich während einer Fahrt nicht gut genug kennen, um engere Bekanntschaften zu machen?

Ich habe ein paar Stammgäste, aber ansonsten heißt es: “Guten Tag und guten Weg”.

 

Wie viele Kilometer fährst du als Taxifahrer pro Jahr?

Dienstlich fahre ich so zwischen 30.000 und 35.000 km pro Jahr. Das ist im Vergleich zu anderen Berufskraftfahrern nicht viel, ist aber der Tatsache geschuldet, daß wir 75% unserer Zeit “rumstehen” und dann auch meist nur Stadtfahrten bekommen, die nicht viel Kilometer bringen.

 

Unterscheiden sich die Fahrgäste am Morgen von denen am Mittag, am Abend oder in der Nacht?

Über Nachtfahrgäste kann ich seit Jahren nichts mehr sagen, weil ich nicht mehr nachts fahre. Ich bin vor einigen Jahren gegenüber an- und betrunkenen Personen derartig intolerant geworden, daß ich sie mir nicht mehr antue. Eine ähnliche Intelligenz (oder höher) finde ich bei geistig Behinderten, die mir aber als Fahrgäste dreimal lieber sind, weil sie – wie man so sagt – nichts dafür können. Besoffene machen sich mit Absicht zum Idioten. Das muß ich nicht haben!

Im Allgemeinen hat man tatsächlich im Verlaufe des Tages unterschiedliche Fahrgäste. Ganz früh Berufsreisende, dann Arztgänger, dann Arztrückkehrende, Geschäftsreisende, Krankenhausentlassungen, Touristen… Zwischendurch auch vereinzelt Gäste vom und zum Friseur oder Einkauf. Später dann Heimkehrende nach Hause beziehungsweise ins Hotel und noch später dann… OK, das hatten wir oben schon.

 

Wie beschäftigst Du dich, wenn du gerade keinen Fahrgast hast?

Ich habe mir extra ein Smartphone gekauft, mit dem ich ausschließlich spiele, navigiere oder surfe. Das ist mein Haupt-Zeitvertreib. Zum Telefonieren habe ich übrigens ein altes Motorola. Ja tatsächlich, die konnten das schon! Ansonsten gäbe es da noch den Smalltalk mit KollegInnen oder auch die Zeitung samt Kreuzworträtsel.

 

Wie ist es als Taxifahrer

 

Was für ein Taxi fährst du momentan und welches Auto würdest du gerne mal als Taxi haben?

Im Moment fahre ich einen T5 in der Langversion. Mein Wunsch wäre ein Viano mit deutlich mehr als meinen jetzigen 100 PS.

 


Was war dein kuriosestes Erlebnis als Taxifahrer?

Das kann ich so pauschal gar nicht beantworten. Es gab viele kuriose Begebenheiten. Ein Beispiel wäre diese. Um festzustellen, was für den Leser selbst meine kurioseste Begebenheit sei, gibt man auf meinem Blog am besten sein Suchwort ein und wird gewiß etwas finden.

 

Bilder: Titelbild: Clker; Unbeleuchtetes Taxischild im hellen: Manuel Schlarmann  / pixelio.de; beleuchtetes Taxischild im dunklen: Martin Jäger  / pixelio.de 

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