Stricken Titelbild

Julia über das Basteln, Häkeln, Stricken und Co.

In Sachen Basteln gibt es unzählige Rekorde auf dieser Welt. Der längste gestrickte Schal der Welt etwa ist 3,4 Kilometer lang und die größte Mütze der Welt wurde aus 55 Kilo Wolle gehäkelt und misst 9 Meter im Durchmesser. Dickköpfe mit dickem Hals sind also auch bestens für den kommenden Winter gerüstet… Aber zurück zum eigentlichen Thema, denn heute habe ich Julia interviewt, die auf ihrem Blog über alles zum Thema Basteln, Stricken, Häkeln und was sonst noch dazugehört berichtet. Im Interview bringt sie uns diese Fingerfertigkeiten ein wenig näher.

 

 

Wie hast du all deine Bastelfähigkeiten gelernt?

Das ist unterschiedlich. Einige Dinge habe ich früher als Kind in der Schule gelernt. Den Rest habe ich mir im Internet angelesen und wenn man dann in einem großen Bastelgeschäft steht um Material zu kaufen, springen einen aus allen Ecken Ideen, Tipps und Tricks an. Einfach ausprobieren, ist die Devise. Ich überlege mir, was ich machen möchte, recherchiere dazu ein bisschen im Internet, lande am Ende meist bei einer ganz anderen Idee und lege dann einfach mal los.


Kann man beim Häkeln und Stricken etwa mit der grundlegenden Technik alles machen oder gibt es da viele weitere Techniken, für andere Anwendungsfälle?

Beim Häkeln und Stricken kommt man mit grundlegenden Techniken ganz schön weit. Viel weiter, als viele denken. Aber natürlich gibt es für jeden speziellen Anwendungsfall auch mindestens 10 Techniken, diesen Fall umzusetzen. Anfangs war ich davon ganz schön erschlagen und saß frustriert mit dem Tablet auf dem Schoß und dachte mir, dass ich das nie schaffe. Aber im Internet gibt es wirklich ganz viele Hilfestellungen zu den Themen. Man muss nur nach der verständlichsten Lösung suchen und ein bisschen rumprobieren. Beim ersten Mal wird es auch selten schön – aber man lernt dazu.
Ich versuche mit jedem Strickstück immer etwas Neues zu erlernen. Und sei es auch nur eine Kleinigkeit, wie man zum Beispiel mittendrin Maschen zu- oder abnimmt.

 

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Wie lange dauert es, einen Pullover selbst herzustellen?

Natürlich kann man hier antworten, das kommt darauf an. Nein, im Ernst. Ich bin vollzeit berufstätig und kann nur abends und am Wochenende stricken. Von daher denke ich, dass ich für einen Pullover ungefähr 6 Wochen brauchen würde. Meist verwende ich aber viel Zeit darauf, mir genau zu überlegen, was und wie ich stricken möchte. Schick in Strick ist aktuell ja total angesagt. Das heißt aber nicht automatisch, dass jeder selbstgestrickte Pullover auch wirklich schick ist.

 

Kann man den dann ganz normal tragen oder hat man da Einschränkungen?

Das ist eine sehr gute Frage, denn wenn ich an die selbstgestrickten Pullover denke, die ich in meiner Kindheit anziehen musste, hatte ich ganz ordentliche Einschränkungen. Die haben nämlich gekratzt wie verrückt und ich wollte mich möglichst wenig in diesen Dingern bewegen.
Aber wenn man eine schöne weiche Wolle nimmt, dann kann man den Pullover ganz normal tragen und sogar in der Maschine waschen. Mein oberstes Gebot ist, dass das Strickstück nicht nur schön sondern auch praktisch sein soll. Wolle, die man nur von Hand waschen darf, würde ich gar nicht erst kaufen.

 

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Wie funktioniert das Besticken von Karten?

Man überlegt sich ein Thema – zum Beispiel jetzt Weihnachten. Hierzu sucht man sich, meist im Internet, passende Vorlagen raus. Zum Thema Weihnachten passen gut Glocken, Weihnachtsbäume, Sterne und Schneeflocken. Die Vorlage druckt man aus und legt sie auf einen zugeschnittenen Bastelkarton. Jetzt kommt der anstrengende Teil: die Löcher stechen. Hierfür eine dicke Nadel nehmen und jedes Loch einmal durchstechen. Je nach Größe des Motives können das sehr viele Löcher sein. Damit sich das Motiv nicht bis auf die Tischplatte durchdrückt macht man das meistens auf einer Filzunterlage. Wenn alle Löcher durchstochen sind, wird die Vorlage nicht mehr benötigt und man arbeitet nur noch mit dem Bastelkarton weiter. Nun sucht man sich farblich passendes Garn heraus. Zum Thema Weihnachten ist immer gut rot, gold, grün, blau und silber. Auf der Vorlage ist immer angegeben, in welchen Abständen das Motiv bestickt wird. Tja, und nun einfach loslegen. Die Fadenenden werden auf der Rückseite mit Tesafilm festgeklebt. Dann wird der bestickte Motivkarton auf eine Klappkarte geklebt, sodass die Rückseite nicht mehr zu sehen ist und fertig ist die selbstgemachte bestickte Karte.

 

Kommst du selbst auf alle deine Bastelideen oder wo findest du deine Inspiration?

Meine Inspiration finde ich im Internet und in Bastelgeschäften. Wenn man nach einem bestimmten Thema sucht stolpert man automatisch über so viele weitere Ideen. Ansonsten immer die Augen offen halten. Es gibt so viele Dinge, die ich sehe oder mir in die Hände geraten, bei denen ich denke, dass ich die wunderbar zum Basteln verwenden könnte.

 

Was ist etwas was du noch probieren willst?

Ich möchte unbedingt richtig nähen lernen. Also so mit Nähmaschine und allem Zipp und Zapp.
Was das Basteln angeht, möchte ich jedes Jahr ein neues Thema für meine Karten umsetzen, damit es eben auch für die Empfänger nicht so langweilig wird. Nächstes Jahr habe ich mich für Iris Folding entschieden. Hierbei werden ausgeschnittene Motive auf der Rückseite mit bunten Papierstreifen beklebt, die dann ein Muster ergeben.
Und irgendwann möchte ich mal diese Popup-Karten machen. Das sind die Karten, in denen sich immer irgendwas erhebt und aufklappt, wenn man sie öffnet. Die haben mich als Kind schon fasziniert.

 

Strickmuster

Was bedeuten diese großen Mustertabellen mit einzelnen Zahlen und Buchstaben in den Feldern für das Muster?

Das sind Strickmuster. Ein Muster entsteht ja nicht einfach so auf einem Pullover oder Schal. Man muss schon genau wissen, wann man zum Beispiel eine rechte oder linke Masche machen muss, da sich dadurch entweder eine Erhebung oder eine Vertiefung im Muster ergibt. Am Ende ist es nichts weiter als Maschen zählen und das Muster ergibt sich dann von alleine.


Welche Tipps kannst du geben wenn man so etwas mal selbst ausprobieren will?

Immer erstmal langsam anfangen. Man sollte sich etwas raussuchen, was man sich auch zutraut und nicht gleich mit den kompliziertesten Dingen beginnen.Außerdem ist Geduld gefragt. Es klappt selten beim ersten Versuch. Viel Unterstützung findet man im Internet zum Beispiel in den passenden Foren, bei Youtube oder Facebook-Gruppen. Es gibt nichts, wofür es auf Youtube kein Tutorial gibt. Und dann einfach mal loslegen. Wird schon schief gehen.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Wolle: Wilhelmine Wulff  / pixelio.de; Schaf: Michael Grabscheit  / pixelio.de; Strickmuster: Julia, Feinmotorik

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