Auto test Titelbild

Matthias von Motoreport über Autotests, selbstfahrende Autos und mehr

Deutschland ist in Europa die Autofahrernation Nummer 1. 43,8 Millionen Autos rollen auf unseren Straßen, das ist mehr als in jedem anderen europäischen Land. Am beliebtesten ist dabei VW mit 9,1 Millionen Fahrzeugen gefolgt von Opel und Mercedes. Aber für welches Modell die Entscheidung am Ende ausfällt ist dann doch oft nicht so einfach. Glücklicherweise gibt es Leute wie meinen heutigen Interviewpartner Matthias, die Autos probefahren, testen und uns dann erzählen was die Kiste denn taugt. Auf seiner Seite und heute im Interview erfahren wir mehr über alles was mit vier Rädern zu tun hat.

 

Wie bist du auf die Idee für deinen Blog gekommen?

Nachdem ich meinen Führerschein hatte habe ich bald gemerkt, dass es bei den großen Autovermietern gar nicht mal so teuer ist ein Auto übers Wochenende zu mieten. Dank vieler Mieten über ein paar Jahre hatte ich die Gelegenheit, viele verschiedene Neuwagen zu fahren. Vom Smart bis zum Audi A6 war damals alles dabei. 2012 habe ich mit autoirrtum.de begonnen, einer Art Ratgeber-Plattform über Basics rund ums Autofahren. Als ich mich aber mehr auf Fahrberichte konzentriert habe, wollte ich diese Auslagern und habe motoreport.de Mitte 2012 gestartet.


Woher nimmst du die ganzen Autos die du testest? Ist auch schonmal ein Hersteller auf dich zugekommen?

Bei den Autos handelt es sich um sog. Presse-Testwagen, die mir die Hersteller für einen Fahrbericht zur Verfügung stellen. Das können die bekannten, in Deutschland ansässigen Hersteller sein oder Importeure wie Kia, Honda, Volvo und so weiter. Gerade mit den kleinen Importeuren war die Kommunikation mit “diesen Bloggern” 2012 viel angenehmer und unkomplizierter als bei so manchem deutschen Hersteller, der sogar 2015 noch keine richtigen Blogger-Relations aufgebaut hat. Immer mal wieder kommen Hersteller auch auf mich zu, dann geht es in der Regel um Fahrveranstaltungen, also einem Event, bei dem ein neues Auto 1-2 Tage Probe gefahren werden kann. Die Hersteller tragen die Reisekosten. Meist liegen die Destinationen für solche Produktvorstellungen an attraktiven Orten in Europa. Das hängt nicht nur damit zusammen, dass die Veranstaltung möglichst verlockend klingen soll sondern vor allem auch damit, dass man mit den grünen Wiesen Deutschlands einfach keine schönen Fotos hinbekommt.

 

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Worauf schaust du wenn du ein Auto testest?

Auf motoreport.de stehen speziell die Themen Effizienz und Fahrerassistenz im Fokus. Deshalb stelle ich zum Beispiel häufig Fahrzeuge mit Diesel (oder Hybridantrieb) vor, die jede Menge Technik an Bord haben. Bei effizienten, umweltschonenden Antrieben und Fahrerassistenzsystemen handelt es sich schließlich um die Zukunft der Mobilität. Ansonsten habe ich für einen Testbericht meine ganz eigenen Kriterien, die vielleicht in so manchem gedruckten Heft nicht auftauchen. Mich interessieren zum Beispiel auch Punkte wie die Bedienbarkeit des Infotainmentsystems, wie zugfrei eine Klimaautomatik arbeitet oder auch wie sanft ein Auto autonom bremst, das eine adaptive Geschwindigkeitsregelung an Bord hat.

 

Eigentlich_schon_nicht_mehr_die_aktuellste_Generation_von_Audi__f_r_mich_aber_das_sch_nste_und_intuitivste_Cockpit_

 

 

Was ist bisher dein Favorit und welche Modelle sind nicht empfehlenswert?

Einen Favoriten kann ich Dir leider nicht nennen, da gibt es zu viele Autos, die eng beieinander liegen. Ich stehe allerdings auf Fahrzeuge, die mit modernen Diesel-Motoren jede Menge Leistung bringen, im Alltag aber auch sparsam sind und am besten noch so sportlich wie möglich sind ;) Ob man Sie empfehlen kann oder nicht ist immer eine Frage des Budgets, aber exotische Modelle von Japanern / Koreanern haben mich in den letzten Jahren positiv überrascht!

 

Welches Auto würdest du gerne in Zukunft mal testen?

Spontan würde ich sagen: Ein Ferrari-Test in Italien wäre genau mein Ding! ;-)

 

Was fährst du privat?

Einen Audi A3 1.6 TDI aus dem Jahr 2010. Genau das Richtige für mich!

 

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Was macht dir Spaß an den vielen Tests?

Am meisten Spaß macht das Vergleichen der verschiedenen Modelle. Dinge, die bei einem Auto ganz großartig umgesetzt sind, können bei einem Konkurrenten total misslungen sein. Dann hat jedes Auto natürlich sein ganz eigenes Fahrgefühl, was ich bei mir in der Gegend um Bamberg auf zahlreichen Landstraßen immer wieder er-fahre. Mit besonders interessanten oder sportlichen Modellen ist habe ich auch schon über die ein oder andere Testfahrt in den Alpen geschrieben. Auf Motoreport stammen außerdem so gut wie alle Fotos von mir selbst – mit einem Testwagen auf die Suche nach einer guten Location zu gehen macht auch immer wieder Spaß.

 

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Auf deinem Blog stellst du ja auch viele nützliche Dinge wie Apps vor. Welche Tipps kannst du uns geben?

Eine App für Effizienz-Freaks gibt es, die man kennen sollte: RoadTrip von Darren Stone. Man gibt für sein Auto bei jeder Betankung die getankte Menge, den Preis und den Kilometerstand ein und die App errechnet den Verbrauch bis ins letzte Detail und gibt ihn auch in Diagrammform aus. Es ist ziemlich interessant zu sehen, wie sich der eigene Verbrauch entwickelt oder, wie in meinem Fall, wie viel ein Testwagen verbraucht. Im Gegensatz zur Anzeige im Bordcomputer handelt es ich bei dieser Variante nämlich um den exakten, berechneten Verbrauch. RoadTrip gibts als wunderbar nutzbare kostenlose Version (ich glaube für iOS und Android) oder auch für ein paar Euro als Vollversion.


Wird uns der technische Fortschritt bald selbstfahrende Autos bringen? Glaubst du das ist im Alltag möglich?

Da bin ich mir sogar sicher. Fast monatlich halten neue Assistenzsysteme für mehr Komfort und Sicherheit Einzug in die Autos. Sogar preislich moderaten Modellen wie dem Seat Leon ist es bereits möglich, permanent autonom mitzulenken, seine Geschwindigkeit adaptiv zu regeln oder eine Notbremsung einzuleiten. Gerade die deutschen Hersteller (und Zulieferer) sind weit vorne bei der Entwicklung des pilotierten bzw. autonomen Fahrens. Audi hat vor einigen Wochen die Genehmigung für pilotierte Testdrives auf der A9 erhalten. Im Alltag wird es in einiger Zeit nicht nur möglich sein, dass Autos selbst fahren, gefahren erkennen und miteinander kommunizieren – vor allem wird es dadurch auch sicherer als zuvor: Die Schwachstelle, die die meisten Unfälle auslöst, ist zweifelsfrei der Fahrer.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Bilder im Artikel: Matthias/motoreport.de

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