Ebook Reader Titelbild

Michel über Ebook Reader, Ebooks und E-Ink

60 Millionen Ebooks haben die Deutschen letztes Jahr gekauft. Verglichen mit den 378,9 Millionen verkauften richtigen Büchern ist das natürlich wenig, aber während diese Zahl langsam aber sicher stagniert, hat sich die Zahl der verkauften Ebooks seit 2009 mit jedem Jahr verdoppelt. Das weiß auch mein heutiger Interviewpartner Michel, der in einer Buchhandlung arbeitet und jeden Tag sowohl mit analogen als auch mit digitalen Büchern zutun hat. Im Interview erklärt er uns mehr über Ebook Reader und für wen sie alles geeignet sind.

 

 

Was für Vorteile haben Ebooks gegenüber einem normalen Buch?

Ebooks sind sind um einiges praktischer als Bücher. Auf meinen Ebook Reader bekomme ich hunderte, wenn ich will sogar tausende Bücher drauf und er passt locker in eine Handtasche und wiegt nur wenige Hundert Gramm. An richtigen Büchern kann man nunmal nicht so viel herumschleppen. Vor allem wenn man unterwegs ist, ist das praktisch.



Außerdem kann man bei Ebooks die Schrift so anpassen, wie man das gerne hat. Schriftart, Schriftgröße und Zeilenabstand können bei jedem Buch so angepasst werden, damit man sich beim lesen wohlfühlt. Außerdem haben die meisten Geräte integrierte Wörterbücher und somit kann man schnell mal etwas nachschauen. Lesezeichen lassen sich elektronisch logischerweise auch viel einfacher setzen.

Dann finde ich noch ist das lesen selbst komfortabler. Man hat ein geringeres Gewicht, ein Ebook Reader ist handlicher und viele haben sogar eine Hintergrundbeleuchtung, was das lesen im Dunkeln sehr angenehm macht.

 

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Welche Nachteile haben sie?

Die emotionale Komponente beim Lesen geht meiner Meinung nach teilweise verloren. Das Gefühl ein Buch in der Hand zu halten, zu Blättern, es im Bücherregal zu haben. Oder der Geruch, die Haptik und das Aussehen eines alten Buches – das fehlt alles beim Ebook Reader. Das ist alles eine Sache der persönlichen Einstellung gegenüber Büchern.

Dann hätten wir noch die Sache mit dem Akku. Klar, der Akku hält einige Zeit, aber wenn man nur Gelegenheitsleser ist, dann vergisst man vielleicht mal das Gerät aufzuladen und wenn man dann mal lesen will ist der Akku dann unter Umständen leer.

 

Warum sind Ebooks trotz fehlender Druckkosten, Transportkosten und so weiter noch so teuer?

Das liegt an der sogenannten Buchpreisbindung in Deutschland. Die schreibt den Verlagen vor, für ein bestimmtes Buch einen Preis festzusetzen, der dann verbindlich ist. Das heißt, er darf weder über- noch unterschritten werden. Das gilt auch für Ebooks und sorgt dann dafür dass die elektronischen Ausgaben meistens 1 bis 3 Euro günstiger sind als die gedruckte, aber weiter runter geht es nicht. In anderen Ländern sieht die Sache anders aus. Wer viele englischsprachige Bücher liest wird schnell merken dass die Ebooks bei amerikanischen oder britischen Anbietern wesentlich günstiger sind. Dort gibt es so etwas wie eine Buchpreisbindung nicht.

 

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Wie sieht es mit der Akkulaufzeit von Ebook Readern aus?

Die ist dank der E-Ink Displays ziemlich gut. Das variiert natürlich von Modell zu Modell, aber bei einem durchschnittlichem Leseverhalten halten die Geräte alle mehrere Wochen. Auch solche mit Hintergrundbeleuchtung kommen locker auf eine Lesezeit von 30 Stunden. Die meisten Geräte bieten auch viele Einstellungsmöglichkeiten für die Energienutzung, man kann beispielsweise einstellen wie stark sich das Display „aktualisiert“. Wenn man aber sowieso weiß dass man lange auf Reisen ist, ist ein tragbarer Akku empfehlenswert. Damit überbrückt man jede Zeitspanne.

 

Was für Ebook Reader sind empfehlenswert?

Da gibt es natürlich eine riesige Auswahl. Es ist wie mit allem, je nachdem wie viel man bezahlen will bekommt man auch eine gewisse Qualität. Man kann für 30 oder 40 Euro durchaus einen brauchbaren Ebook Reader finden. Wenn man aber die beste Qualität will dann sollte man auf die Produkte von Amazon und Tolino zurückgreifen. Aktuell sind das der Kindle Paperwhite 2 für gut 100 Euro und der Tolino Vision 2 für rund 130 Euro. Welchen man letztlich bevorzugt kommt vor allem darauf an, in welchen Shops man die Ebooks laden will.

 

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Kann man die Ebooks dann nur auf dem einen Gerät lesen oder geht das auch auf mehreren?

Das parallele Lesen ist möglich, sowohl zwischen mehreren Ebook Readern als auch zwischen Ebook Reader, Smartphone oder Tablet. Wenn man also auf seinem Kindle ein Buch zur Hälfte liest, dann kann man die nächsten 30 Seiten auf seinem Amazon Fire Phone lesen, die nächsten 80 dann auf dem iPad und den Rest dann auf dem Kindle von der Schwester. Auf diese Art und Weise kann man seine Bücher dann auch mit Freunden und Familie teilen.


Ebook Reader oder Buch – Was bevorzugst du persönlich und warum?

Das ist eine gute Frage. Obwohl ich natürlich viele Ebooks lese, bin ich trotzdem immer froh wenn ich ein normales Buch in der Hand halte. Wie am Anfang schon erwähnt, das ist einfach eine Geschmackssache. Ich persönlich lese besonders dicke und lange Bücher aus Komfortgründen lieber auf dem Ebook Reader. Dünnere Bücher oder Bücher die einen besonders schönen Einband (den man auf dem Ebook eben auch nicht hat) haben, lese ich aber lieber in der normalen Form.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Ebook Reader und Bücher: D. Braun  / pixelio.de; Frau mit Ebook Reader: Julien Christ  / pixelio.de; Bücher: Lupo  / pixelio.de

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