Ernährungsberater Titelbild

Paul erklärt was ein Ernährungsberater macht

Gut 2200 Kilokalorien sollte ein Mensch pro Tag zu sich nehmen. Rechnet man diese Energiemenge einmal für einen Tag auf die ganze Bevölkerung Deutschlands hoch, ergibt sich ein Bedarf von 177,364 Milliarden Kilokalorien und der muss irgendwie gedeckt werden, am besten natürlich gesund. Für eine gesunde Ernährung, Rat bei Unverträglichkeiten, Hilfe beim Abnehmen und vielem mehr sorgen Ernährungsberater. Mein heutiger Interviewpartner Paul erklärt uns heute im Interview mehr über diesen Beruf uns klärt ein paar Fragen zur Ernährung.

 

 

Was machen Ernährungsberater alles?

Kurz und blöd gesagt, beraten Ernährungsberater andere Menschen über ihre Ernährung. Aber das ist natürlich ein bisschen zu stark vereinfacht.

Die Aufgabenfelder von Ernährungsberatern sind sehr vielfältig, denn das Thema Ernährung ist in vielen Bereichen des Lebens und damit auch in vielen Berufen gefragt. Es gibt natürlich den klassischen Ernährungsberater wie ihn sich die meisten vorstellen, der in seiner Praxis sitzt und Leuten mit Ernährungsplänen beim Abnehmen hilft. Aber natürlich hilft er Leuten auch die richtige Ernährung für den Muskelaufbau zu finden oder er berät zum Beispiel Diabetiker oder etwa Menschen mit einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, um die richtige Ernährung speziell für sie zu finden.



Dann werden Ernährungsberater beispielsweise noch in Lebensmittelmärkten oder ähnlichem eingesetzt, um den Kunden besser weiterhelfen zu können und auch Fussballteams haben meistens einen eigenen Ernährungsberater. Es gibt auch noch Ernährungsberater, die nur für Vorträge in Schulen, Kindergärten oder auch größere Firmen reisen, um den Leuten eine gesunde Ernährung näher zu bringen. Dann gibt es auch noch Ernährungsberater die zum Beispiel bei Unternehmen in der Gesundheitsbranche angestellt sind und dort wichtigen Input liefern.

Ich könnte diese Liste immer weiter fortsetzen, es gibt einfach unzählige Anwendungsmöglichkeiten und als Ernährungsberater findet man da sicher einen Bereich, der einem gefällt.

 

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Wie kann man Ernährungsberater werden?

Man kann entweder bei verschiedenen Unternehmen oder Einrichtung eine Ausbildung machen, die je nach Angebot ein bis zwei Jahre dauert. Man kann aber auch Ernährungswissenschaften studieren, entweder direkt an der Uni oder nach Abschluss der Ausbildung nebenher. Hier führen viele Wege zum Ziel, da gibt es keinen bestimmten Pfad.

 

Was lernt man da alles?

Man lernt grundsätzlich über den Menschen und Nahrungsmittel, um auf dieser Basis über Ernährung beraten zu können. Man lernt zum Beispiel den Aufbau des Körpers, der Zellen oder was passiert wenn bestimmte Nahrungsmittel nicht eingenommen werden.

Der Hauptteil geht dann natürlich über Lebensmittel. Was für Inhaltsstoffe haben Lebensmittel, was für Unverträglichkeiten gibt es, welcher Mensch in welchem Alter braucht welche Ernährung, wie kann man durch richtige Ernährung Vorsorge betreiben, Ernährung im Zusammenhang mit Sport und viele mehr sind Fragen die während der Ausbildung beantwortet werden.

 

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Wie oft gibt es da neues Wissen das man sich aneignen muss?

Das passiert natürlich relativ häufig, weil die Wissenschaft laufend neue Entdeckungen macht und auch die Nahrungsmittelindustrie immer neue Zusatzstoffe oder ähnliches erfindet. Das ist aber wie ich finde gerade interessant, weil man Entwicklungen verfolgen kann und bei vielen Zusatzstoffen beispielsweise schon eher die Wirkung kennt, bevor es auf der Titelseite der Bild als neue Katastrophe verkauft wird, oder man eben weiß dass genau das nicht der Fall ist.

 

Ist Ernährungsberater ein Job, der auch einem selbst guttut?

Das muss er natürlich nicht zwangsläufig, aber ich würde sagen ja. Die Ernährung ist ein essentieller Part unseres Lebens, und da ist es natürlich von Vorteil wenn man darüber Bescheid weiß. Man weiß, welche Nahrungsmittel gut und welche schlecht für einen sind und achtet somit besser auf seinen Körper. Viele Menschen schaufeln täglich Dinge in sich hinein, ohne dass sie überhaupt wissen was sie da eigentlich essen. Und dieser Ungewissheit kann man dann eben entgehen.

Das heißt natürlich nicht dass sich alle Ernährungsberater dann auch genauso ernähren wie es gesund und richtig ist. Die meisten Raucher wissen ja auch dass das rauchen schadet, machen es aber trotzdem. Aber dieses Wissen zu haben hilft einem definitiv weiter.

 

Weiß man als Ernährungsberater was hinter den ganzen Abkürzungen der Zusatzstoffe steckt?

Du willst sicher auf die E-Nummern für Lebensmittelzusatzstoffe hinaus. Da sollte man meiner Meinung nach als Ernährungsberater natürlich wissen was sich dahinter verbirgt. Natürlich kann man nicht alle komplizierten Namen und Nummern in- und auswendig kennen (Die Nummer E215 steht beispielsweise für den Konservierungsstoff Natriumethyl-p-hydroxybenzoat / PHB-Ethylester Natriumsalz), aber über die Bedeutung für Allergiker oder Menschen die auf bestimmte Zusatzstoffe verzichten wollen, sollte man sich dennoch im klaren sein.

 

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Was ist der Unterschied zwischen Nahrungsmittelallergie und Nahrungsmittelunverträglichkeit?

Medizinisch gesehen reagiert der Körper bei einer Lebensmittelallergie mit einer übertriebenen Reaktion auf einen Inhaltsstoff, bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit kann er einen bestimmten Inhaltsstoff nicht verarbeiten, zum Beispiel weil bestimmte Enzyme fehlen oder nicht funktionieren. Ein gutes Beispiel ist der Unterschied zwischen Milchallergie und Laktoseintoleranz. Bei der Milchallergie (wie der Name schon sagt eine Allergie) reagiert der Körper auf bestimmte Eiweiße in der Milch. Bei der Laktoseintoleranz (eine Nahrungsmittelunverträglichkeit) dagegen kann der Körper den Milchzucker Laktose schlicht und ergreifend nicht spalten und der Körper reagiert zum Beispiel mit Bauchschmerzen.

Für den Ernährungsberater hat beides natürlich ähnliche Konsequenzen: der jeweilige Stoff, der die Reaktion verursacht, muss gemieden werden. Die Unterscheidung ist aber wichtig. In unserem Beispiel ist die Konsequenz logischerweise dass keine Milch mehr getrunken werden kann. Aber der Laktoseintolerante kann auch die Minus L Milch für seinen Kaffee verwenden, der Milchallergiker würde dann vielleicht schlimme Bauchschmerzen bekommen. Bei einer Allergie können außerdem die Symptome viel stärker ausfallen als bei einer Intoleranz und der Patient kann damit in Lebensgefahr kommen.


Welches Lebensmittel kannst du uns sozusagen als Tipp empfehlen?

Das ist leider zu allgemein, weil eben jeder Mensch anders ist und auch andere Bedürfnisse hat. Genau deswegen ist ja eine Ernährungsberatung sinnvoll. Es gibt natürlich solche Tipps wie “Nüsse um den Hunger schnell zu stillen” oder “ein Ei um alle wichtigen Nährstoffe aufzunehmen”, aber dem einen schmecken dann Nüsse nicht und der andere hat keine Lust sich ein Ei zu kochen. Außerdem reicht es meiner Meinung nach nicht, auf ein Lebensmittel zu schwören und dann zu denken man kann damit alle seine Ernährungsprobleme lösen. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist unersetzlich.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Äpfel: Petra Bork  / pixelio.de; Banane: Timo Klostermeier  / pixelio.de; Brot: Lupo  / pixelio.de

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