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Robert über Tipps und Tricks fürs Smartphone

Was passiert mit einem Smartphone das ins Wasser fällt? Es wird pitschepatsche nass und funktioniert meistens nicht mehr. Keine Pointe. Für diese Probleme und weitere Wehwehchen der über 60 Millionen Handys (40 Millionen davon Smartphones) in Deutschland gibt es zahlreiche Handydoktoren. Robert arbeitet in einer Reparaturwerkstatt für Mobiltelefone und erzählt uns heute ein bisschen von seinem Wissen über Smartphones.

 

 

Was tut man am besten wenn man ein Handy mit Wasserschaden hat?

Wenn es bereits aus ist, zuerst einmal keine Knöpfe drücken und das Handy in Ruhe lassen. Wenn es noch angeschaltet ist, dann ausschalten. Denn wo kein Strom fließt ist das Risiko eines Schadens auch schoneinmal geringer und selbst wenn man nur auf den Anschalter drückt fließt ein kleiner Strom.



Dann geht es darum das Gerät zu trocknen. Dazu schraubt man es am besten auf und – am allerwichtigsten – nimmt den Akku heraus. Die Teile sollte man dann an eine warme Stelle zum trocknen legen (aber keine Extremen, also bitte nicht heiß fönen und auch nicht in die heiße Mittagssonne legen). Wenn man die Teile auf diese Art und Weise getrocknet hat, geht das Gerät danach in den meisten Fällen wieder, weil durch eine längere Durchlüftung auch das letzte Wasser herauskommt und somit Wackelkontakte vermieden werden.

Das Problem an der Sache sind jetzt natürlich die modernen Smartphones, die nicht einfach jeder mal so aufschrauben oder den Akku herausnehmen kann. Hier kann man eigentlich nur noch kleine Dinge machen, also erstmal von außen mit Küchenrolle trocken wischen, schütteln um Feuchtigkeit aus Ladesteckern oder Kopfhörerbuchsen zu entfernen und danach für ein paar Tage in Reis legen, denn der eliminiert die Feuchtigkeit. Davor sollte man Öffnungen wie beispielsweise den Simkarten-Slot entleeren und auch dort versuchen mit Tuch und Schütteln zu trocknen.

Danach hat man dann entweder Glück und alles geht wieder, aber in vielen Fällen ist trotzdem Schluss, weil man ohne Öffnen des Geräts nicht alles Wasser herausbekommt. Generell gilt: je länger und tiefer das Handy unter Wasser war, desto geringer sind die Chancen.

 

714024_web_R_B_by_Peter Freitag_pixelio.de

 

Was kann dann der Handydoc bei einem Wasserschaden noch machen?

Auf jeden Fall kann er das Gerät aufschrauben und auseinanderbauen damit die Teile richtig trocknen. Außerdem kann er in vielen Fällen Teile ersetzen und somit ein kaputtes Gerät wieder zum laufen bringen. Theoretisch lässt sich alles noch retten, auch der Extremfall der angeschaltet auf den Poolgrund gefallen ist und dort 2 Minuten lag. Trotzdem, Wunder erwarten sollte man nicht. Ein Smartphone ist ein elektrisches Gerät und das verträgt sich eben nicht mit Wasser.

Vorsorgen ist hier wirklich gold wert. Wenn man vorher eine Garantie für Wasserschäden (die normale Garantie greift da nicht und die Hersteller lassen sich da auch nicht bescheißen, alle modernen Smartphones haben Feuchtigkeitsindikatoren verbaut) abgeschlossen hat dann gibt es natürlich ein neues Gerät. Ansonsten gibt es noch zahlreiche wasserdichte Hüllen die aber zugegebenermaßen ziemlich klobig ausschauen.

 

Hast du ein paar Spartipps für Tarife?

Nunja, was ich immer wieder erlebe ist dass Leute einfach einen zu dicken Vertrag kaufen. Das ist so als ob man für ein Auto 2000 Euro Aufpreis für eine Anhängerkupplung zahlt, aber niemals Anhänger zieht. LTE ist beispielsweise ein Feature auf das man in vielen Regionen (wegen mangelndem Ausbau) verzichten kann. Außerdem braucht man für Telefon und SMS meistens gar keine Flat, sondern kommt auch gut mit einer bestimmten Anzahl an gratis Minuten beziehungsweise SMS aus (wobei man auf SMS heutzutage eigentlich auch ganz verzichten kann). Am besten sucht man sich einen Anbieter wo man sein Angebot selbst zusammenstellen kann und nur zahlt was man braucht, am besten sind immernoch Übersichtsseiten mit verschiedenen Tarifen im Vergleich.

 

 

Kennst du ein paar coole Smartphone-Gadgets die vielleicht nicht jeder kennt?

Da ich mich fast nur mit iPhones beschäftige weiß ich über das Angebot für Android und Windows Smartphones leider nicht allzu viel. Aber fürs iPhone gibt es schon einige coole Sachen, ich selbst bin ein großer Fan von den leuchtenden Gadgets. Von iPatch gibt es beispielsweise ein Kit mit dem man den Apfel auf der Rückseite wie bei einem Macbook leuchten lassen kann. Es gibt außerdem noch Hüllen die von alleine leuchten, die Lune Case zeigt zum Beispiel Benachrichtigungen per Leuchtsignal an. Das ist aber noch ein Kickstarter Projekt.

Ich kann für Gadgetverrückte generell Kickstarter empfehlen. Ob Smartphonehüllen die Fotos drucken oder Schreibmaschinentastaturen für das Tablet, da gibt es wirklich alles. Auch die Pebble Watch war ursprünglich mal auf Kickstarter.

 

Um Geld zu sparen: wann ist die beste Zeit für einen Handykauf und welches Modell nimmt man dann am besten?

Nun gut, Smartphones sind immer teuer. Wenn aber ein neues Modell herauskommt lohnt sich der Blick auf ebay um die Geräte der Leute abzugreifen, die sich dann das neue Modell kaufen. Ich würde dann immer zum direkten Vorgänger raten, denn bei fast allen Herstellern ist dann schon ein recht großer Sprung zwischen den Generationen. Ich würde ältere Geräte dann auch immer mit den älteren Softwareversionen laufen lassen. Dadurch hat man vielleicht einige Funktionen nicht, aber das Gerät läuft flüssig. Die Hersteller sorgen leider dafür dass auf älteren Geräten (die von der Hardware total auf dem Stand sind) neue Software ruckelt. Das kann man damit umgehen.

 

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Display Reparaturen und ähnliches kann man ja auch selbst machen. Sollte man das lieber vom Profi machen lassen oder kann das jeder?

Also fürs Geschäft ist es natürlich besser wenn ihr zum Profi kommt. Aber Spaß beiseite. Es gibt technisch versierte sowie geschickte Leute und Leute die keine Ahnung von Elektronik haben und auch so handwerklich ungeschickt sind (da kann ja keiner was für, das ist nunmal einfach so).



Wenn man sich wirklich gut mit der Elektronik und dem Basteln daran auskennt, kann man das natürlich auch selber machen. Wenn man sich aber unsicher ist sollte man eher die Finger davon lassen. Denn ganz so einfach wie es in vielen Videos aussieht ist es oft nicht. Die Bauteile eines Smartphones sind nunmal sehr klein und der Aufbau wird auch immer komplizierter. Bevor man da einen Totalschaden riskiert weil man versehentlich ein wichtiges Bauteil zerbricht oder zerreißt, sollte man lieber zum Profi. Man wechselt von seinem Motorrad ja auch nicht einfach die kaputten Pleuel wenn man nicht weiß wie das geht.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Smartphone im Sitzen benutzen: Peter Freitag  / pixelio.de; Konzert: Sascha E. Gaul  / pixelio.de

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