Survival Titelbild

Stephan über Survival und Krisenvorsorge

Survival gibt es fast alle zwei Tage abends auf Dmax, wenn zwei Männer mit langem Bart in der Wildnis Maden verspeisen, braunes Wasser trinken und mit ihren Fängen natürlich auch das gesamte Filmteam versorgen. Im heutigen Interview geht es aber nicht um Dmax, sondern um ein etwas realitätsnäheres Survival. Es kann immer mal etwas passieren und wenn man dann Pech hat, steht man dann ohne Hilfe alleine da. Genau mit diesem Problem befasst sich Stephan auf seinem Blog und erklärt uns heute im Interview mehr zum Thema Survival und Krisenvorsorge.

 

 

Woher hast du dein ganzes Survival-Wissen?

Zugegeben aus vielen Büchern und von YouTube. Naja, das ist aber eher als Basiswissen anzusehen oder nennen wir es den theoretischen Teil. Das tatsächliche Wissen lernt man durch die praktische Anwendung der Theorie.
Mein Wissen basiert wie schon erwähnt auf Büchern, aber viele auch auf eigene Erfahrungen und dem Ausprobieren.


Angenommen es gäbe einen Ernstfall und man müsste sich selbst versorgen. Wäre man mit all diesen Infos dann gut vorbereitet?

Ja und Nein. Also wenn es darum geht als Vegetarier durchs Leben zu kommen, lautet die Antwort Ja. Erfrieren würde ich sicherlich auch nicht und ein Dach über den Kopf ist auch noch drin.

Für mich Problematisch würde es werden, wenn es darum geht ein Tier zu fangen und zu töten – und ich rede nicht von der Bachforelle. Man bekommt diese Infos natürlich in jedem guten Survival-Buch, aber dort steht nichts darüber, dass es doch eine große Hemmschwelle sein kann.

 

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Weiß man heute mehr über Survival oder waren uns unsere Vorfahren da voraus?

Ich denke, dass unsere Vorfahren in Sachen Survival dem modernen Mensch voraus war. Die moderne Technik macht es überflüssig sich zu fragen, wie man Lebensmittel haltbar machen kann – Kühlschrank auf und fertig. Wenn uns kalt ist, drehen wir die Heizung auf und brauchen uns keine Gedanken darüber zu machen, wie man ein Feuer anbekommt.

 

 Was sind die wichtigsten Werkzeuge wenn es um Survival geht?

Für mich sind es ein gutes Messer, ein Feuerstahl und eine Wasserflasche. Immer dabei ist auch ein kleiner Wasserfilter.

 

 Es gibt ja sehr viel Elektronik die beim Survival hilft. Woher nimmt man aber den Strom dafür?

Ich habe ein kleines Solarpanel das man am Rücksack befestigen kann. Allerdings nutze ich bei meinen Touren selten Elektronik die beim Survival hilft. Das Panel ist eigentlich nur um meine Kamera am laufen zu halten beziehungsweise das Handy aufzuladen.

 

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 Was sind die drei besten Survival-Tipps die du geben kannst?

1. Der Wille zum Überleben ist wichtiger wie jede Ausrüstung

2. Mach Dich schlau, was man Essen kann und …

3. … wenn Du es essen kannst, dann iss es.

 

 Welche Gebiete bieten die besten Voraussetzungen für Survival?

Für mich ist es ein Waldgebiet, am besten mit einem Fluß oder an einem See. Wenn es sich um den “Ernstfall” handeln würde, spielen die Vorraussetzungen erst einmal keine Rolle, dann muss man dort klar kommen wo man sich gerade befindet.

 

 Kann man sich beim Survival von Völkern, die noch auf traditionelle Art und Weise leben, etwas abschauen?

Ja! Ich bin mir nicht sicher, ob es sich dabei um Techniken handelt, aber den Respekt vor der Natur sollte man auf jeden Fall abschauen und übernehmen.

Diese – ich nennen sie mal – Urvölker nehmen nur das von der Natur, was sie auch wirklich brauchen und zollen der Natur dafür ihren Dank.

 

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Was genau kann man alles machen zur Krisenvorsorge?

Bei den ganzen Gedanken um Krisenvorsorge oder WorstCase kann man sich auf die verschiedensten Ereignisse vorbereiten. Einige rechnen mit einer Hyperinflation andere mit einem Atomkrieg. Selbst  die Bundesregierung empfiehlt einen Lebensmittelvorrat von mindestens 14 Tagen. Ich denke das ist schon ein guter Anfang. Dabei sollte man die “Vorgaben des Bundes” eher als Vorschlag nehmen und nur das “einlagern” was man selbst auch essen möchte. Hygieneartikel und Medikamente nicht vergessen!
Ein unbedingtes Muss – meiner Meinung nach – ist ein Radio, welches man mit Batterien betreiben kann oder ein sogenanntes Kurbelradio.

Sollte es wirklich zu einem Worst Case kommen, ist sicherlich das Wissen im Bereich Survival wichtig – Überleben in der Wildnis. Daher ist Literatur in diesem Bereich zu empfehlen oder wer möchte kann auch einen Survival-Wochenende machen.
Das Aneigenen von Fähigkeiten, wie beispielsweise handwerkliche Kenntnisse, Nähen, wie verschaltet man Solarzellen oder ähnliches. Diese Fähigkeiten können einem nicht nur selbst helfen, sondern auch als eine Art Tauschware gesehen werden. “Ich helfe Dir und Du gibst mir dafür…”

Bei diesen ganzen Möglichkeiten des Preppen (Krisenvorsorge) ist für mich eines wichtig geworden und das ist ein Fluchtrucksack, den man von jetzt auf gleich schnappen kann und weiß, da ist alles drin was mich für einige Tage über die Runden bringt. Ich werde oft auch gefragt, was in einem solchen Fluchtrucksack drin sein sollte, nun diese Frage lässt sich nur allgemein beantworten, da jeder eigene Bedürfnisse hat. Hilfreich ist aufjeden Fall Kopien von Urkunden, Versicherungsurkunden, Kaufverträgen, Ausweisen. Diese Kopien sollten natürlich beglaubigt sein. Dann ein Radio, um sich über die aktuellen Ereignisse zu informieren.
Nun fängt es dann schon an etwas speziel zu werden; Messer, Feuerstahl, Notrationen, Kocher, etc. Was auch immer man in den Rucksack packt, man muß bereit sein diesen über einen längeren Zeitraum zu tragen.

Ach ja, es macht wirklich überhaupt keinen Sinn diesen Rucksack im Keller zu lagern, heißt ja Fluchtrucksack und nicht “ich such mal eben im Keller-Rucksack”.

 

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Was denkst du selbst, wie wahrscheinlich ist so eine Krise?

Die Frage ist sehr allgemein gehalten. Aber gut. Fangen wir mit der “kleinen” Krise an.

Das beste Beispiel um sich einen kleinen Vorrat an Lebensmittel anzulegen zeigte sich vor einigen Jahren im Münsterland, wo die gesamte Stromversorgung zusammengebrochen ist und einige Orte gar nicht erreichbar gewesen sind. Eine weitere Krise ist das alljährliche Hochwasser, was die Menschen aus den Häusern vertreibt – ich war selbst letztes Jahr im Donaugebiet und habe die Zerstörung gesehen.



Die Wahrscheinlichkeit den Fluchtrucksack benutzen zu müssen, ist alltäglich gegeben. Wie schon erwähnt das Hochwasser, dann eine Bombenentschärfung wo die gesamte Wohngegend evakuiert werden muss und dann bleibt da noch der Wohnungsbrand. Ist doch gut zu wissen, das man alle Unterlagen dabei hat, selbst wenn man alles verloren hat.Nun zu den großen Krisen oder auch WorstCase. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 50%, wie bei allem. Uns kann ein Komet treffen und es wird auch so sein. Dann ein Sonnensturm, der uns von jetzt auf gleich in die Steinzeit katapultiert – kann passieren. Kommen wir zurück auf die Erde. Ausbruch eines Supervulkans – ja die Gefahr ist aktuell gegeben. Auch wenn dieser in den USA hochgeht – es trifft die ganze Welt. Durchgeknallte Regierungen mit Atombomben – ja gibt es.

Ja, ich denke dass es von jetzt auf gleich passieren kann.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Messer: günther gumhold  / pixelio.de; Feuer: Anna  / pixelio.de; Natur: John Raetz  / pixelio.de; Rucksack: Rainer Sturm  / pixelio.de

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