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Thomas über die digitale Jobsuche

Erst 2013 ist die Anzahl der Arbeitenden in Deutschland auf einen neuen Rekord von 41,8 Millionen angestiegen. Jeder einzelne dieser Leute hat sich irgendwann einmal bei einem Unternehmen beworben oder das Unternehmen ist auf ihn zugekommen. 41,8 Millionen Lebensläufe, Motivationsschreiben und Profile sind eine Menge zum Durchforsten und somit gibt es eine ganze Branche für die Jobsuche die im 21. Jahrhundert natürlich auch im Internet vertreten ist. Thomas, der beruflich über die Karriereberatung schreibt und sich auf den Online-Bereich spezialisiert hat, erklärt uns im Interview Genaueres.

 

 

Welche Rolle spielt das Internet heute bei der Jobsuche?

Eine sehr große und in der Zukunft wird sich da auch noch einmal mehr tun, denn der Trend bei Firmen zeigt klar in Richtung Internet. Die Jobportalstudie 2013 zeigt etwa dass Recruiter in Firmen in Zukunft in so gut wie allen Online-Bereichen wie soziale Netze, Suchmaschinen oder Online-Jobbörsen ihr Engagement verstärken werden. Auf der anderen Seite wird etwa der Job-Teil in der Zeitung immer weniger genutzt. Das soll nicht heißen dass man heute ohne das Internet überhaupt keinen Job mehr finden kann, aber der Trend hat natürlich eine deutliche Fahrtrichtung und dementsprechend sollte man sich als Jobsuchender auch anpassen.


Wo suchen Unternehmen überall?

Neben Ausschreibungen auf Online-Jobbörsen schauen Unternehmen natürlich intensiv auf Geschäftsnetzwerke wie Xing oder Linkedin. Aber auch soziale Netzwerke werden benutzt, in diesem Fall aber häufiger für Eigenwerbung. Es wird aber auch nach Leuten gesucht und sehr oft wird natürlich nähere Recherche zu möglichen Kandidaten betrieben. Da sind wir dann wieder beim immer aktuellen Thema, dass das Internet nicht vergisst und man aufpassen sollte, was man für jeden verfügbar macht und was nicht.

690926_web_R_K_by_Thorben Wengert_pixelio.de

 

Wie kann man sich vor so etwas schützen?

Man sollte seine Beiträge nur für bestimmte Menschen sichtbar machen und nicht für die Öffentlichkeit. Denn solange Informationen öffentlich sind, also so, dass sie jeder sehen kann, dann darf auch ein Arbeitgeber darauf zugreifen. Sind sie aber nur für Freunde, Bekannte und Familie sichtbar und können somit erst durch Tricks aufgegriffen werden, dann ist das verboten. Dieses Verbot schützt einen aber nicht vollkommen, schließlich tauchen bei Google auch immer noch längst gelöschte oder eigentlich private Bilder auf. Generell kann man sagen: aufpassen was man von sich gibt und vielleicht einen Fantasienamen benutzen wenn man auf Nummer sicher gehen will. Man muss sich da jetzt nicht Benjamin Blümchen nennen, aber ein Spitzname oder verkürzter Nachname etwa reicht schon.

 

Wem kannst du Jobnetzwerke wie Xing empfehlen?

Eigentlich jedem! Auch wenn man zufrieden mit seiner aktuellen Stelle ist, kann man sich mit einer guten Repräsentation, die einen für Unternehmen interessant macht, für die Zukunft vielleicht neue Wege eröffnen. Als Jobsuchender oder Einsteiger (also etwa Student) sind diese Netzwerke sowieso sehr wichtig für die zukünftige Laufbahn. Dabei kann man viele Sachen verkehrt machen, es ist also ratsam, sich Rat zu suchen und das Internet nach Tipps zu durchstöbern.

 

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Worauf schauen Unternehmen und Headhunter?

Letztendlich wird immer derjenige gesucht, der am besten zu einer Stelle passt und da wird dann auf alle Bereiche geschaut, je nach Stelle eben auf manche mehr und auf manche weniger. Man will niemanden der unterqualifiziert ist, aber auch nicht unbedingt jemanden der überqualifiziert ist. Außerdem spielen die persönlichen Voraussetzungen eine Rolle. Ein in Deutschland Wohnhafter, der nicht in ein anderes Land ziehen möchte, ist für ein Unternehmen in Österreich nicht interessant. Natürlich sollten auch die Punkte bei „Ich biete“ und „Ich suche“ mit dem Unternehmen und der Stelle zusammenpassen und manchmal ist auch ein gutes Netzwerk hilfreich.

Wie ich bereits angesprochen habe geht die Recherche dann in anderen sozialen Netzen oder den Referenzen der Personen weiter. Seriöse Headhunting-Firmen, wie etwa hshs Executive Search, Personalberatung und Headhunter, und generell alle Personalberatungen die im Fachverband der Personalberatungen des BDU registriert sind, halten sich an die bestehenden Regeln. Personalberatungen die beim BDU registriert sind, verpflichten sich etwa damit, strenge Grundsätze einzuhalten und Headhunting-Firmen erlegen sich selbst oft Regeln auf, nach denen sie dann handeln. Wenn man Angebote bekommt, sollte man sich auf jeden Fall auch ein Bild von der Personalberatung machen, um da nicht auf etwas hereinzufallen.


Unterm Strich: was sollte ich jetzt im Internet machen damit ich meine Karrierechancen verbessern kann?

Du solltest dir Profile bei den beiden Großen, Xing und Linkedin anlegen, um für Unternehmen besser erreichbar zu sein. Ein Profil anlegen heißt aber nicht nur Name und Profilbild eintragen, sondern auch detaillierte Informationen geben und diese aktuell halten. Außerdem sollte man sich da ein Netzwerk mit Geschäftskontakten aufbauen, anfangen kann man da beispielsweise mit den Kollegen. Ansonsten in den sozialen Netzwerken ein wenig aufpassen und die Privatsphäre-Einstellungen noch einmal überdenken.

Wenn man jetzt konkret auf Jobsuche ist, dann sollte man sich die zahlreichen Online-Jobportale wie Stepstone oder Monster anschauen und dort aktiv werden oder sich bei Headhunter Portalen wie Placement24 direkt mit Personalberatern in Verbindung setzen.

Ansonsten bleibt immer noch die klassische Jobbörse in der Zeitung oder der direkte Kontakt zu Firmen.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Tastatur: Thorben Wengert  / pixelio.de; Bewerbung: Anton Porsche (superanton.de)  / pixelio.de 

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