Rennender Hund Titelbild

Welcher Hund passt zu mir und was muss ich beim Hundekauf beachten? Torben erklärt es uns im Interview

Rund 7,4 Millionen Hunde gibt es in Deutschland, 14% aller Haushalte haben einen Hund. Am beliebtesten ist dabei der deutsche Schäferhund mit über 10.000 neugeborenen Welpen in jedem Jahr. Im selben Zeitraum wird hierzulande Hundefutter im Wert von 1,4 Milliarden Euro verkauft, am beliebtesten ist dabei das von Aldi. Ganz schön viele Zahlen, die im Grunde eins bedeuten: der beste Freund des Menschen liegt den Deutschen sehr am Herzen, deswegen wollen sich immer mehr Leute selbst einen Hund anschaffen. Aber was gibt es dabei zu beachten? Das erklärt uns heute Torben, der in der Beratung eines Tierheims arbeitet, im Interview über die richtige Hunderasse, Kosten, Bedürfnisse und alles weitere über den Vierbeiner.

 

 

Wie findet man die Hunderasse, die zu einem passt?

Dazu muss man sich zunächst im klaren darüber sein, was man denn genau will und was man überhaupt kann. Eine dänische Dogge wird zum Beispiel in einer kleinen Wohnung problematisch. Hauptsächlich sollte man sich die richtige Rasse über den Bewegungsdrang aussuchen, denn wie der gedeckt wird, ist meistens durch den eigenen Zeitplan und die Wohnlage vorher schon bestimmt.



Es gibt generell Hunderassen, die einen hohen Bewegungsdrang haben und dabei am besten noch Aufgabe brauchen. Das können Spiele wie apportieren oder Suchen sein, oder auch anspruchsvollere Dinge wie Rettungstraining. Solche Hunde brauchen auf jeden Fall viel Bewegung und Auslauf, das sind zum Beispiel deutsche Schäferhunde oder Collies. Im Gegensatz dazu gibt es sehr ruhige Hunderassen, wie zum Beispiel Möpse oder Pudel. Das sind generell meistens eher kleinere Hunde, die auch perfekt für eine Stadtwohnung geeignet sind. Diese Hunde haben (schon weil sie durch ihre Körpergröße oft kürzere Beine haben) keinen so hohen Bewegungsdrang. Dennoch brauchen sie natürlich auch regelmäßigen Auslauf. Dann gibt es noch typische Familienhunde wie etwa den Golden Retriever. Die liegen irgendwo zwischen diesen beiden Gruppen und sind zudem sehr tolerant, was Lärm oder spielende Kinder angeht.

Je nach Zeit und Wohnlage sollte man sich auf einer dieser drei Hauptgruppen festlegen. Die Rassen, die einem besonders zusagen, kann man dann zum Beispiel auf Wikipedia weiter recherchieren, da sie alle ihre ganz bestimmten Eigenheiten haben. Diese Recherche braucht etwas Zeit, dann findet man aber auch genau das was man braucht. Gerade bei Mischlingshunden lohnt es sich, die beteiligten Rassen einzeln zu recherchieren, damit man über mögliche Probleme bereits im Vorfeld informiert ist.

 

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Was braucht ein Hund alles, sprich welche Anschaffungen muss man tätigen?

Am Anfang muss man das ein oder andere kaufen, ein Hund braucht seine Sachen. Ganz wichtig sind natürlich Halsband und Hundeleine, auf das Halsband sollten an irgendeiner Stelle auch die Adress- beziehungsweise Kontaktdaten vermerkt sein. Dann sollte der Vierbeiner seinen Schlafplatz und seine „eigene Ecke“ bekommen, die ihm gehört und in die er sich zurückziehen kann. Das ist auch gleich am Anfang wichtig, denn wenn er gleich seinen eigenen Korb und seine eigene Decke bekommt an die er sich gewöhnen kann, wird er weniger versuchen, sich andere Decken und Kissen anzueignen.

Die Futterstelle ist eine weitere wichtige Anschaffung für den Anfang, ein Napf für das Futter und einen für das Wasser sollte man haben. Für das körperliche Wohlbefinden braucht man dann natürlich noch ein wenig Körperpflege, denn das Fell soll ja auch schön bleiben. Futter und eventuelle Nahrungsergänzungsmittel sind natürlich auch wichtig. Was man da braucht, kann man bei der Recherche mit heraussuchen und es dann auf Seiten wie www.care4vet.de bestellen.

Dann ist natürlich noch das Spielzeug ganz wichtig. Jede Rasse hat da ihre Vorlieben, auch darüber kann man sich im Vorfeld informieren. Beim Tierladen des Vertrauens kann man da eine schöne Auswahl anschaffen, die der Vierbeiner dann austesten kann.

Wenn man das alles hat, hat man eine gute Grundausstattung für sein neues Familienmitglied. Was eventuell noch wichtig ist, ist eine Transportbox für den Weg nach hause, die wird aber auch oft vom Züchter oder Tierheim zur Verfügung gestellt.

 

Wie viel kostet ein Hund?

Ein Hund kostet zum einen Geld wenn man ihn kauft und man muss zudem noch die laufenden Kosten mitrechnen. Der Preis beim Kauf ist wirklich abhängig von der Rasse und dann gibt es auch da nochmal riesige Unterschiede. Da ist von einigen hundert bis zu einigen tausend Euro alles möglich.

Laufende Kosten sind die Hundesteuer (auch sehr von der Rasse abhängig), eine Haftpflicht Versicherung für den Hund, Nahrung und Tierarzt. Da ist man im Schnitt mit 250 Euro jährlich dabei. Dinge wie die oben erklärte Grundausstattung sowie Spielzeug oder vielleicht eine neue Decke und sonstige Anschaffungen kommen da eben noch oben drauf.

 

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Was sind Dinge, die man vor der Kaufentscheidung klären muss?

Wenn man in einer Wohnung lebt, sollte man natürlich zunächst mit dem Vermieter klären, ob ein Hund überhaupt erlaubt ist. Dann ist es wichtig, sich vorher darüber klar zu werden, ob man überhaupt genug Zeit für einen Hund hat. Ich möchte das wirklich betonen, da viele Hunde ausgesetzt oder ins Tierheim gegeben werden, weil die Besitzer keine Zeit mehr haben. Man sollte auf alle Fälle für 3 mal rausgehen pro Tag Zeit haben und sich darüber im klaren sein, dass man bei einem längeren Arbeitstag oder im Urlaub jemanden braucht, der sich um den Hund kümmert.

 

Woher bekommt man seinen Hund dann?

Entweder vom Tierheim oder vom Züchter. Wenn man eine bestimmte Rasse will, dann führt meistens kein Weg am Züchter vorbei.

 

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Wann und wie sollte man mit der Erziehung beginnen?

Mit der Erziehung sollte man gleich von Anfang an beginnen. Denn wenn er am jüngsten ist, lernt er am schnellsten und die Erfahrungen die er dann macht, sind am einprägsamsten. Gerade wenn der Hund jung ist, darf man ihn nicht alles durchgehen lassen, weil das später für Probleme sorgen kann. Auch wenn ein Welpe noch so süß dreinschaut, wenn man ihn nicht auf dem Bett haben will, dann muss man das dann eben auch durchziehen. Man kann mit seinem Hund dann auch in die Hundeschule gehen, wo er trainieren kann, mit seinem Herrchen oder Frauchen interagiert und – besonders wichtig – auf andere Hunde trifft.


Wie lange braucht ein Welpe in der Regel, bis er stubenrein ist?

Da ist jeder Hund anders, aber in der Regel ist das eine Sache, die nicht länger als ein paar Wochen dauert. Das ein oder andere Malheur wird sich dabei nicht vermeiden lassen, da gilt Durchhaltevermögen zeigen!

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Berner Sennenhund Welpe: BettinaF  / pixelio.de; Labradore: Jan Belger  / pixelio.de; Weißer Welpe: Janusz Klosowski  / pixelio.de

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