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Wie fährt sich ein Klapprad? Max erklärt im Interview alles wichtige über Klappräder

Rund 72 Millionen Fahrräder gibt es in Deutschland, es besitzt also fast jeder eins. Und das hat seine guten Gründe, denn Fahrräder sind im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln wesentlich günstiger, können überall abgestellt sowie überall gefahren werden und sind in der Stadt meistens die schnellste Alternative. Aber es geht immer noch einen Tacken praktischer, genauer gesagt mit einem Klapprad. Denn während man das normale Fahrrad abstellen oder mühsam rollen muss, kann man das Klapprad einfach zusammenfalten und Huckepack nehmen. Welche Vorteile ein Klapprad noch hat, wie es sich in der Praxis schlägt und was Elektro Klappräder drauf habenfi erklärt uns Max auf seiner Webseite und heute im Interview.

 

Wie schnell lässt sich ein Klapprad zusammenklappen und verstauen?

Das ist natürlich eine Frage, die wirklich viele interessiert. Jeder möchte mit seinem Klapprad natürlich möglichst mobil unterwegs sein. Da hat keiner Lust darauf, sein Rad minutenlang zusammenzuklappen. Das wissen die Hersteller natürlich auch und deswegen ist der Faltvorgang meistens sehr schnell. Wir haben viele Klappräder getestet und meistens dauert es so um die 10 Sekunden, wenn man ein bisschen Übung hat. Wer es wirklich drauf anlegt kann es natürlich auch noch schneller schaffen.

Einmal zusammengeklappt kann man die meisten Räder ohne Probleme im Kofferraum oder sonst wo verstauen. Insgesamt geht also alles sehr fix.


Wie schwer und groß ist das Rad im zusammengeklappten Zustand? Ist das komfortabel, um es einige Stunden auf dem Rücken zu tragen?

In Sachen Gewicht gibt es natürlich auch Unterschiede zwischen den Rädern. Ich würde sagen die Spanne reicht etwa von unter 10 Kilo bis an die 30 Kilo bei Elektro Klapprädern. Das Gewicht hängt also sehr stark von der Ausstattung ab. Generell kann man die meisten Klappräder aber sehr gut herumtragen. Einige Stunden ist allerdings übertrieben. Meist will man sein Rad ja nur in die Bahn, ins Auto oder mal eben die Treppe hoch tragen.

Die Größe im zusammengeklappten Zustand ist meistens ziemlich angenehm und ungefähr so groß wie ein kleiner Hocker. Mountainbike Klappräder, welche einfach größere Räder und Rahmen besitzen, sind natürlich etwas größer.

 

Klapprad

 

Ich hätte bei einem Klapprad ein wenig Bammel, dass es sich bei voller Fahrt über ein paar Schlaglöcher selbst zusammenklappt. Geht das überhaupt?

Also da kann ich alle beruhigen, die sich über zu wenig Sicherheit Gedanken machen. Der Standard ist heutzutage sehr hoch, sodass man sich darum wirklich keine Sorgen machen muss. Leider haben die Klappräder aus den DDR Zeiten einen sehr “klapprigen” Ruf. Damals waren die Scharniergelenke im Rahmen noch sehr einfach gehalten und da wackelte das Rad schon mal während der Fahrt.

Aber wie gesagt, heutzutage ist das überhaupt kein Thema mehr. Selbst bei sehr anspruchsvollen Geländestrecken ist die Sicherheit gewährleistet. Viele Klappräder sind mittlerweile moderner, als ihre großen Brüder, die normalen Fahrräder.

 

Inwiefern sind Handling und Abrolleigenschaften durch die kleinen Räder und andere Sitzposition gegenüber einem normalen Fahrrad beeinträchtigt?

Das ist eine interessante Frage, da sich viele Menschen fragen, ob man denn nun 3x so viel treten muss bei den kleinen Rädern. Das ist zum Glück nicht der Fall. Die Klappräder haben im Gegensatz zu den normalen Fahrrädern eine andere Übersetzung. Das heißt, dass das Kettenblatt so angepasst wird, dass man pro Pedalumdrehung genauso weit fahren kann, Das überrascht sehr viele, die zum ersten Mal Klapprad fahren und dachten, dass sie sich jetzt jeden Meter hart “erstrampeln” müssenn

Die Sitzposition ist für viele anfangs recht ungewohnt. Gerade bei großen Menschen kann das aufgrund der kleinen Reifen recht witzig aussehen. Sattel und Lenker sind meistens höhenverstellbar, sodass man sich alles so einstellen kann, wie es einem gefällt. Bis 1,90 m Körpergröße geht das alles ohne Probleme. Die Fahreigenschaften sind generell sehr gut und nach 5 Minuten hat man sich an die kleinen Reifen gewöhnt.

Ich persönlich liebe es wie flink ich mit dem Klapprad in der Stadt unterwegs bin und mich durch jeden Stau hindurchschlängeln kann.

 

Wie schnell kann ein Elektro Klapprad fahren?

Wie schnell man mit einem Elektro Klapprad fahren kann ist natürlich immer abhängig vom Fahrer. Aber die elektrische Unterstützung geht meistens bis 25 km/h. Es gibt E-Bikes die bis 45 km/h unterstützen, doch da gab es eine riesen Diskussion, ob man für solche Räder nicht eine Zulassung und Versicherung braucht. Nun ist der aktuelle Stand so, dass man bis 25 km/h keine Zulassung und Versicherung braucht. Deswegen wird man wohl in Zukunft auch eher Elektro Klappräder mit bis zu 25 km/h Unterstützung finden. Wir von dein-klapprad.de finden das etwas schade, da wir generell gerne etwas schneller fahren. Doch wir verstehen natürlich, dass die Sicherheit an erster Stelle steht und von daher ist das schon in Ordnung.

 

Wie lange hält der Akku durch?

Ein guter Akku kann bis zu 100 km halten. Die Reichweite hängt allerdings auch immer etwas vom Fahrstil und der Unterstützungsstufe ab. Wenn man die ganze Zeit mit voller elektrischer Unterstützung fährt, wird der Akku natürlich schneller leer sein. Dann wird man vielleicht nur 35 km weit kommen. Wenn der Akku einmal alle ist, ist das aber auch kein Beinbruch, da man ja ganz normal ohne elektrische Unterstützung weiterfahren kann.

 

Wie teuer ist ein Klapprad?

Im Preis gibt es wirklich riesen Unterschiede. Dieser richtet sich nämlich stark nach der Ausstattung, der Marke und auch der Qualität. Markenprodukte von den großen Herstellern sind natürlich immer etwas teurer. Dafür kann man sich auch sicher sein, dass man hohe Qualität geliefert bekommt.

Das Tern Link C7 zum Beispiel kostet um die 500€. NoName Produkte dagegen können auch sehr gut sein und sind eben auch deutlich günstiger. Ab 150€ wird man da schon fündig. Allerdings gibt es dort auch immer wieder schwarze Schafe, welche nicht so gute Klappräder verkaufen. Mein Tipp: Immer die Bewertungen des Klapprads checken. Meistens erfährt man dann recht schnell, was das Rad wirklich taugt.

Elektro Klappräder sind durch den hochwertigen Akku meistens deutlich teurer. Hier wird man erst ab 800€ ordentliche Räder finden. Meiner Meinung nach lohnt sich dieser Aufpreis aber, denn mit einem Elektro Klapprad lässt es sich wirklich sehr entspannt fahren.

 

Fahrradkette

 

Für wen eignen sich Klappräder am besten?

Also vielleicht bin ich als Klapprad Liebhaber etwas voreingenommen, aber meiner Meinung nach eignen sich Klappräder für jeden. Es gibt für alle Bedürfnisse das richtige Klapprad. Egal ob Mountainbike Klapprad, Elektro Klapprad oder dem kleinen Klassiker, man wird das passende für sich finden. Mittlerweile gibt es sogar Rennrad Klappräder, welche besonders dünne Reifen haben. Wie ein normales Rennrad eben. Ich bin schon sehr gespannt darauf, solch ein Modell zu testen.

Auch in Sachen Ausstattung, also Gangschaltung, Bremsen etc., stehen die Klappräder den normalen Fahrrädern in nichts mehr nach. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich jederzeit für das Klapprad und gegen das normale Fahrrad entscheiden. Ich möchte einfach nicht mehr auf die Mobilität und den Fahrspaß verzichten. Aber das muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann nur jedem empfehlen es einmal auszuprobieren.


Worauf sollte man beim Kauf eines Klapprads achten?

Also eine ausführliche Beantwortung dieser Frage würde hier den Rahmen sprengen. Wir haben auf dein-klapprad.de einen Artikel zu diesem Thema verfasst, der sich nur damit beschäftigt.

Generell kann man aber sagen, dass man sich genau bewusst sein sollte welche Anforderungen das Klapprad erfüllen soll. Also Faltvorgang, Elektro ja oder nein, Gangschaltung, Preis, Gewicht und so weiter. Wenn man sich darüber Gedanken macht, wird man von selbst einen Großteil der Räder ausschließen und sich auf eine kleine Auswahl beschränken können. Wie gesagt, für mehr Hilfe empfehle ich unseren Artikel dazu.

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Klapprad an Laterne: Torsten Klemm  / pixelio.de; Fahrradkette: Christopher Paul  / pixelio.de 

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