Gemütliches Bett Titelbild

Wie finde ich das richtige Bett für mich? Henrik über Lattenroste, Matratzen mit Massagefunktion und mehr

Rund 23,6 Jahre seines Lebens verbringt der durchschnittliche Deutsche mit Schlafen. Eine ganz schön lange Zeit, die man größtenteils im eigenen Bett verbringt. Bei so einer langen Zeit sollte man Wert auf ein gutes Bett legen, denn in der Badewanne verbringt man durchschnittlich gerade mal 2 Jahre und am Esstisch läppische Sechs. Aber was macht ein gutes Bett aus und wie kann man ein bisschen Luxus zum Schlaf beisteuern? Das erklärt uns heute Henrik, der in der Bettenabteilung eines Möbelhauses arbeitet, im Interview über Matratzen, Bettheizungen, Betttuning und mehr.

 

 

Was muss man beim Kauf beachten, damit man ein Bett hat in dem man gut schlafen kann?

Ein Bett besteht ja aus verschiedenen Teilen, dem Bettgestell selbst, Lattenrost, Matratze und die Bettwäsche. Jeder dieser Bestandteile trägt seinen Teil dazu bei, dass man am Ende ein Bett hat in dem man gut schlafen kann. Das Bettgestell selbst ist in erster Linie eine Frage des Geschmacks. Was für ein Material soll es sein? Welche Farbe? Welche Form? Ausschlaggebend für den Nutzen sind da nur die Höhe und die Gestaltung des Einstiegs. Manche Gestelle sind zum Beispiel an der Seite ungünstig gebaut, so dass man schlaftrunken schlecht herauskommt.

Beim Lattenrost sollte vor allem auf Qualität geachtet werden. Härtere Hölzer, stabiles Metall, eine gute Verarbeitung und möglichst viele Latten (mehr Latten = weniger Gewicht pro Latte) sorgen für einen langlebigen Lattenrost, der die Matratze  ordentlich unterstützt. Denn die Matratze ist das allerwichtigste für das Schaferlebnis, auf ihr liegt man im Endeffekt ja auch. Matratzen sind eine eigene Wissenschaft für sich, alle Aspekte davon zu erläutern würde hier den Rahmen sprengen. Generell gilt aber: es ist wichtig, dass die Matratze auf die eigenen Bedürfnisse (Liegeposition, eventuelle Rückenprobleme etc.) zugeschnitten ist und dass sie auf jeden Fall hinreichend ausprobiert werden sollte, am besten eine komplette Nacht.



Die Bettwäsche trägt einen weiteren Teil zum Schlaferlebnis bei, auch wenn sie logischerweise in erster Linie fürs Aussehen wichtig ist. Vor allem beim Kissen gibt es aber wieder viel Spielraum für persönliche Bedürfnisse, zum Beispiel bei Nacken- und Schulterproblemen. Wie bei der Matratze auch, gibt es hier sehr viele Möglichkeiten, Härtegrade, Liegepositionen und so weiter.

Um das mal auf einen Satz herunterzubrechen: für ein perfektes Bett müssen alle Bestandteile stimmen und das erreicht man indem man sich die heraussucht, die für die eigenen Bedürfnisse am besten passen.

 

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Sind Wasserbetten im Alltag wartungsintensiv oder füllt man da einmal Wasser hinein und gut ist?

Im Normalfall ist der große Aufwand vorbei, sobald das Wasserbett einmal steht und aufgefüllt ist. Laufende Kosten und kleinere Arbeiten hat man aber trotzdem. Wasserbetten müssen beispielsweise beheizt werden und das verbraucht natürlich Strom. Ansonsten muss jedes viertel Jahr die Wasserkernfolie gereinigt und eine Lösung ins Wasser gegeben werden, damit weder Keime, noch Algen oder ähnliches eine Chance haben. Das sind aber alles keine großen Umstände, es ist nicht so als ob man jedes Jahr das Wasser wechseln müsste.

 

Gibt es bei Betten in Sachen Größe eine Grenze nach oben?

Jein. Man kann ein Bett natürlich nicht beliebig groß bauen, weil es sonst ab einem bestimmten Punkt Probleme mit der Stabilität geben wird. Da man aber auch einfach Gestell an Gestell schieben kann, was mit Matratzen bedeckt auch nicht anderes ist als ein großes Bett, kann man meinetwegen auch eine 20 x 30 Meter große Schlaffläche haben. Aber bei Betten, die in Räume von Ottonormalverbrauchern passen, wird man dieses Problem sowieso nicht bekommen. Für besonders große Menschen gibt es beispielsweise Betten in Übergröße und wenn man einfach mehr Platz haben will, kauft man sich eben ein Bett für 2 Personen.

 

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Kann man sich von seinem Bett selbst wecken lassen?

Nicht nur das. Es gibt in Matratzen (oder auch in Bezügen) sogar Sensoren, die den Schlafrhythmus analysieren, um dich genau zur richtigen Zeit wecken zu können, damit du fit bist nach dem Aufstehen und eben nicht müde. Da sich der Schlafrhythmus aber nicht nach Terminen richtet, kann man diese Wecker natürlich auch auf eine bestimmte Uhrzeit programmieren. Das ist schon eine nette Spielerei und interessant für Leute, die gerne den Wecker überhören, da es dann auch Vibrationssignale und solche Dinge gibt.

 

Gibt es Betten mit technischen Spielereien wie Massagefunktion?

Ja, Betten mit solchen netten Gimmicks gibt es und das nicht nur im Luxussegment. In der Regel gibt es dann neben verschiedenen Massageprogrammen noch zahlreiche Möglichkeiten, das Bett zu verstellen. Die Höhe, die Neigung der Kopfstütze, die Neigung des Fußteils und so weiter lassen sich dann so einstellen, wie man gerne möchte. Ich habe selbst so ein Bett und möchte es nicht mehr missen.

 

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Kann man das Bett im Winter heizen und im Sommer kühlen?

Beheizen ist einfach, solche Heizungen können entweder in der Matratze integriert werden oder kommen als Auflagedecke zum Einsatz. Das funktioniert auch ziemlich gut, so ähnlich wie die Sitzheizung im Auto, und ist im Winter sehr angenehm. Das Kühlen ist dagegen nicht so einfach. Es gibt zwar Unterlagen, die Kühlung versprechen, jedoch funktioniert das in der Regel nicht so gut wie es beworben wird und in Matratzen lässt sich das erst recht schwierig lösen. Da muss man dann schon das komplette Zimmer mit Hilfe einer Klimaanlage kühlen, das Bett alleine wird nichts.


 

Wie kann man sich ein Bett bauen, das aussieht wie ein Auto oder ein Schiff?

Da gibt es viele pfiffige Ideen, beispielsweise gibt es da Betten, die vorne eine echte Stoßstange haben. So etwas kann man eigentlich an jedes Bett bauen, es muss eben nur von der Form und vom Übergang her passen und das macht dann wirklich etwas her. Was man daraus macht, ist dann Sache der eigenen Kreativität. Man könnte ja auch funktionierende Scheinwerfer mit einbauen und eine Alarmanlage als Wecker. Eine gute Idee eigentlich, vielleicht setzte ich das ja mal um ;) .

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Altes Bett: Rob Otter  / pixelio.de; Katze: twinlili  / pixelio.de; Modernes Bett: Rainer Sturm  / pixelio.de

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