Heilyoga Titelbild

Wie funktioniert Heilyoga und was bewirkt es? Mahashakti über Yogatechniken und mehr

Rund 3% der Bevölkerung in Deutschland praktiziert Yoga, das sind circa 2,4 Millionen Menschen. Die Gründe dafür sind meistens ein besseres Lebensgefühl sowie eine bessere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. 90% der yogapraktizierenden Menschen hierzulande nehmen diese positiven Veränderungen dann auch bei sich war. So auch meine heutige Interviewpartnerin Mahashakti. Auf ihrem Blog erklärt Sie Yoga auf verständliche Art und Weise und bietet Heilyoga Therapien an. Was dahintersteckt, welche positiven Effekte das hat und wie man damit auch seine eigene Gesundheit verbessern kann erfahren wir heute im Interview.

 

 

Wie bist du zum Yoga gekommen?

Ich war mit meiner Berufswahl dem “Weg der Vernunft” gefolgt, und hab mit Mitte-30 festgestellt, das ich zwar in Zahlen erfolgreich, aber in der Seele kreuzunglücklich war. Ich hatte bereits das gesamte Spektrum der stressbedingten Erkrankungen in Körper und Geist entwickelt. So wollte ich nicht weiter machen, und schon gar nicht noch weitere 30 Jahre. Also bin ich auf die Suche nach einem besseren Leben gegangen.

Ich fing an mit Reiki und hab mich intensiv mit den ureuropäischen, spirituellen Traditionen angefreundet, dem europäischem Schamanismus, und unserer Naturheilkunde. Nach einigen Jahren bin ich über Yoga gestolpert, und habs mal ausprobiert. Irgendwann noch später bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich Yoga tiefer kennenlernen möchte. Ab da war ich voll dabei.


Was unterscheidet Heilyoga vom normalen Yoga?

Was ist normales Yoga? “Normales” Yoga gibts nicht!

Was es gibt, das sind zahlreiche verschiedene Strömungen in der vielfältigen Welt des Yoga, von denen keine zwei auch nur ähnlich sind. Jede dieser Strömungen lässt sich über die Lehrer-Schüler-Linie zu einem indischen Yoga-Meister zurückverfolgen. Das waren ursprünglich vielleicht 10 oder 20 indische Yogalehrer, die ihre Lehre in den Westen gebracht haben. Da jeder Schüler immer automatisch seine individuellen Erfahrungen weiterträgt, sind im Laufe der Zeit eine sehr grosse Zahl von unterschiedlichen Yoga-Stilen entstanden.

Heilyoga ist ein spezieller Schwerpunkt in dieser Vielfalt – Yoga hat mich geheilt, und viele andere auch. Und Yoga wird noch viele weitere Menschen heilen. Dabei steht das gesamte Spektrum der Yoga-Richtungen als eine Art Grundsortiment zur Verfügung.

Im Heilyoga werden unter Berücksichtigung von Swara, Vayus, Nadis, Chakren und Koshas, sowie unter Einbeziehung moderner medizinischer Erkenntnisse gezielt die Übungen aus der Yoga-Vielfalt herausgesucht, die besonders gut zu diesem speziellen Einzelfall passen. Dabei werden bewusst alle 5 Ebenen der Koshas integriert.

Das bedeutet ganz praktisch, dass beispielsweise gezielt auf bestimmte Organe mittels Mudra und Asana eingewirkt wird, und durch die Kombination mit Konzentration und Pranayama, die angestrebte organische Wirkung auch auf energetischer, emotionaler und geistiger Ebene gefördert wird. Das ist ein ausserordentlich intensives Übungskonzept, welches immer wieder richtig gute Ergebnisse liefert. Natürlich nicht mit Garantie – die kann keiner geben. Auch kein Arzt.

 

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Was genau bewirkt Heilyoga? Inwiefern heilt es beziehungsweise macht es den Körper gesünder?

Heilyoga geht davon aus, dass der Mensch im Krankheitsfalle auf mehreren Ebenen aus der Harmonie geraten ist. Der Körper ist lediglich eine von insgesamt 5 Ebenen, also 20% des gesamten Menschen, wenn man es statistisch ausdrücken will. Die zentrale Ebene ist die emotionale Ebene, hier ist der Hauptansatzpunkt.

Heilyoga bewirkt, dass der Mensch auf möglichst vielen seiner Ebenen, insbesondere auf der Emotionsebene, zurück in die innere Harmonie findet. Dadurch werden Emotionen harmonisiert, Denkmuster korrigiert und vor allem blockierte Selbstheilungskräfte freigesetzt. Der physische Körper heilt dann eher als Nebenwirkung.

Der Mensch wird also nicht körperlich gesünder, sondern insgesamt. Manche körperlichen Bedingungen kann man nicht ändern, aber man kann sich damit anfreunden.

Beispiel: Eine Person hat durch einen Unfall ein Bein verloren. Da wird keine Therapie das Bein zum Nachwachsen bewegen können. Was aber geht ist, dass der Mensch einen neuen Zugang zu sich findet, sich auf seinen 5 Ebenen harmonisiert, und ein neues und überaus positives Leben mit einem Bein entwickelt. Dazu gibts zahlreiche Beispiele, bis inklusive einer einbeinigen Tänzerin, die mit ihrem einen Bein sehr positive Beachtung erfährt.

 

Hilft Yoga auch um zum Beispiel nach Gelenk- oder Bänderverletzungen wieder die Beweglichkeit herzustellen?

Ja, unbedingt. Yoga ist auf der physischen Ebene immer auch Massage oder Fasziendehnung. Das alleine hilft ja schon viel, ist aber (aus yogischer Sicht) nur Gymnastik. Yoga ist, wenn zusätzlich die Arbeit mit Emotionen und Geist einbezogen wird.

Beispiel: Eine Person hat nach einer Verletzung Probleme mit dem Bein. Physiotherapie hilft auf der physischen Ebene, Gymnastik auch. Solange diese Person das Bein aber instinktiv falsch belastet, ist die Wahrscheinlichkeit ein dauerhaftes Problem zu behalten recht hoch. Hier haben wir es mit unbewussten Ängsten zu tun.

Heilyoga hilft mit dem ganzheitlichen Ansatz der 5 Koshas oder 5 Ebenen auch die unbewusste Ebene zu heilen. Unbewusste Ängste verschwinden, das Bein wird besser eingesetzt, neue Erfahrungen werden möglich. Der Geist leitet daraufhin weitere Prozesse ein, und dass was an Heilung irgendwie vorstellbar ist, und oft noch mehr, das kann dann eintreten. Ohne die gezielte Arbeit mit den emotionalen und geistigen Ebenen ist das weniger wahrscheinlich.

Wer sich davon ein genaueres Bild machen möchte, findet in meinem Ebook “Die Yogawerkstatt mit Heilkraft“ konkrete Anregungen.

 

Wie kann man durch Yoga mehr Lebensfreude und weniger Stress erzielen?

Emotionen und Geist sind die zentralen Ansatzpunkte des Yoga. Traditionell ist Yoga eine geistige Disziplin, die Asanas kommen nicht mal in allen Yoga-Traditionen vor. Lebensfreude und Gelassenheit sind die absoluten Kern-Themen des Yoga.

Yoga ist Bewusstseinsarbeit – wer seine innere Haltung gegenüber äußeren Dingen verändert, verändert damit seine Wahrnehmung. Stress hört dann auf stressig zu sein. In diesem veränderten Bewusstseinszustand kann Stress sogar ganz unmittelbar Anlass zu Lebensfreude geben. Mindestens aber lässt man ihn einfach abperlen, und kümmert sich um die wichtigen Dinge im Leben.

Diese Veränderung wird über Meditation und Pranayama erreicht, sowie über die Energiearbeit. Energiearbeit ist ein sehr umfassendes Konzept, welches in einigen Bereichen die menschliche Psychosomatik umfasst, und das noch weit darüber hinaus geht. Energiearbeit ist in vielen Bereichen weitreichender als moderne psychologische Methoden. Zumindest ist das meine Beobachtung.

 

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Kann jeder Yoga machen?

Ja, jeder der nicht im Koma liegt kann aktiv Yoga machen. Aber nicht jeder kann jeden Yoga-Stil machen. Man muss das individuell für sich passende finden oder entwickeln.

Heilyoga hilft einen sehr individuellen und genau maßgeschneiderten Yoga-Stil zu entwickeln. Heilyoga kann auf wirklich alles angepasst werden. So sind gleichermaßen Leistungssportler erreichbar, die 100-jährige Dame, die sich seit 30 Jahren nur noch zwischen Sessel und Bett hin und her bewegt, oder der schwerstkranke Patient im Krankenhaus. Ich habe auch Patienten im Krankenhaus via Telefon angeleitet, und die haben enorm davon profitiert. Die behandelnden Ärzte haben gestaunt – solche rasanten Entwicklungen haben sie nicht so oft.

Ich habe auch schon mit Menschen gearbeitet, die keine Beine oder keine Arme (oder beides nicht) hatten, mit Personen die im Rollstuhl kamen und künstlich beatmet wurden, mit Blinden und Gehörlosen, und mit Menschen aller Berufssparten. Es gibt keine Grenze, niemand muss sich ausgeschlossen fühlen.

 

Wie schnell spürt man die Effekt vom Yoga? Schon nach einer Sitzung oder erst nach einigen Wochen?

Das hängt vom Thema ab. Speziell bei verspannten Muskeln kann die Wirkung schon in der ersten Sitzung deutlich spürbar werden. Ich habe schon mit Patienten gearbeitet, die meinten: “Diese eine Sitzung hat mir mehr gebracht, als 10 Jahre Schulmedizin”. Das kann auch durchaus sein, wenn man berücksichtigt, dass Emotionen und Geist die zentrale Instanz sind, die unsere Gesundheit quasi “festlegen”. Und Heilyoga arbeitet nun mal intensiv auch auf der emotional-geistigen Ebene.

Bei den langwierigen chronischen Themen dauert es meist länger. Dann tritt die Wirkung schrittchenweise ein – jede Woche passiert etwas. Manchmal muss man einige Jahre dran bleiben. Lohnen tut es sich immer. Jeder der mit Yoga ernsthaft an sich arbeitet, der wird spannende und hilfreiche Entwicklungen erleben. In den sogenannten ausweglosen Fällen kann das auch heißen, dass man sich mit der Situation besser arrangiert und deshalb glücklicher fühlt.

 

Eignet sich Yoga auch, um Erfahrungen zu verarbeiten und Entscheidungen zu treffen oder sollte man es nur zur Entspannung machen?

Ja, unbedingt. Mit Yoga kann früher oder später jeder den direkten Zugang zur eigenen Intuition finden. Das ist einer der Gründe, warum das Leben mit Yoga einfach schöner ist. Man lernt die unbewussten geistigen Kräfte zu nutzen. Das ermöglicht komplexere Entscheidungen, längeres Durchhalten bei Durststrecken, und damit kommen dann die positiven Erfahrungen. Yoga hilft enorm altes loszulassen, alte Erfahrungen einfach hinter sich zu lassen. Das ist ein ganz natürliches Ergebnis der yogischen Bewusstseinsarbeit.

 

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Welche Tageszeit eignet sich am besten für Yoga? Lieber morgens um Energie zu tanken oder abends um auszuspannen?

Morgens um Energie zu tanken, Mittags um zu regenerieren, abends zu entspannen, …. Jede Tageszeit ist gut. Optimal ist vor allem die Tageszeit, zu der ich es tatsächlich schaffe aktiv zu werden.

Die ideale Tageszeit kann sich auch ändern. Ich habe in meiner Anfangsphase spät Abends geübt, dann habe ich eine Zeit lang den frühen Abend, nach Feierabend entdeckt, dann kam eine Zeit lang die Mittagspause dran, dann war ich mal ab 4:00 Uhr Morgens mit Yoga aktiv.

Heute verteile ich meine Yoga-Praxis über den gesamten Tag. Morgens, Vormittags, Mittags, Nachmittags, Abends, und spät Abends.  Und jedes Mal sind es einige Minuten, die ich so mit einer besonderen Qualität versehe, ohne dass es zeitlich sonderlich ins Gewicht fällt.

Beispiel: Zähneputzen im Baum, Wechselatmung beim Spazierengehen, Kirtan beim Kochen, Sonnengrüsse während ich auf den Wasserkocher warte … und so weiter. Es gibt jetzt keine Wartezeiten mehr, nur noch Yoga.


Was macht dir Spaß am Yoga?

Alles – am tollsten finde ich das besondere, energiegeladene Lebensgefühl, das mich seitdem beglückt.

“Gesundheit ist ein brilliantes Lebensgefühl. Gib dich niemals mit weniger zufrieden!”
(Swami Kuvalaiananda, Begründer von Indiens ältestem Yogatherapieinstitut)

 

 

Bilder: Titelbild: Clker; Steinstapel mit Sonnenuntergang am Meer: twinlili  / pixelio.de; Meditation am Strand: Julien Christ  / pixelio.de ; Steinstapel in Balance am Strand: twinlili  / pixelio.de

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