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Wie werde ich Millionär? Patrick über sein Millionärsprojekt

Geld regiert die Welt, die einzigen Menschen die nicht Millionär sein wollen, sind die die lieber Milliardär wären. In Deutschland gibt es übrigens rund 115.000 Millionäre. Das größte Vermögen hält die Familie Quandt, die unter anderem viele BMW Aktien besitzt mit 31 Milliarden Euro. Aber im heutigen Interview soll es erstmal um die Million gehen. Mein heutiger Interviewpartner Patrick hat für sich selbst das Projekt Millionär in wenigen Jahren gestartet. Auf seinem Blog und heute im Interview erzählt er uns wie er das machen will und wie wir das vielleicht auch schaffen können.

 

Wie bist du auf die Idee für dein Millionärsprojekt gekommen?

Ich denke, dass viele Menschen davon träumen, Millionär zu sein, wobei es in meinen Augen nicht auf die Zahl 1.000.000 ankommt, sondern auf den damit verbunden Lebensstil, die vermeintliche finanzielle Sicherheit und das Gefühl, mehr zu haben als Andere.

Mir persönlich geht es ähnlich, ich wünsche mir (finanzielle) Freiheit und möchte mir keine Sorgen um die Zukunft machen müssen, daher rührt der Wunsch, Millionär zu sein. Das Projekt selbst war eine sehr spontane Idee und kam mir Ende Dezember 2014, als ich bei meinen Eltern über Weihnachten zu Besuch war. Ich hatte die Idee einen Blog zu schreiben, um einerseits Inhalte zum Thema bereitzustellen und andererseits mich selbst dazu zu zwingen weiterzumachen.



Für mich erfüllt das Projekt nämlich zwei wesentliche Funktionen: Erstens möchte ich meinen Weg dokumentieren und Andere dazu inspirieren, ihren Träumen und Wünschen nachzugehen und zweitens zwingt mich der Blog gewissermaßen dazu, weiter an meinem großen Ziel zu arbeiten, denn ich habe mir mit dem Blog ein konkretes Ziel mit gesetzt, werde regelmäßig mit dem Projekt konfrontiert, da ich versuche, jede Woche einen Post zu schreiben und zusätzlich habe ich die Leser, die gewissermaßen meine „Kontrolleure“ sind. Das klingt auf den ersten Blick wahrscheinlich recht emotionslos und rational. Ich glaube aber, dass es ein großes Problem in unserer Gesellschaft ist, Dinge zu tun anstatt nur darüber zu reden und ich begegne diesem Problem mit meinem Blog.

 

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Was probierst du alles aus, um dein Ziel zu erreichen und wie lange denkst du wird das dauern?

Mein Ziel ist es, in fünf Jahren Millionär zu werden, sprich zu Beginn des Jahres 2020 ein Vermögen von 1.000.000€ zu besitzen. Dazu muss ich sagen: Viele haben mir gesagt, dass die kurze Zeitspanne unrealistisch sei, ich persönlich bin allerdings davon überzeugt, dass es möglich ist, in fünf Jahren Millionär zu werden, es kommt allerdings darauf an, wie man Millionär werden möchte. Wer regelmäßig spart und sein Geld an der Börse anlegt wird im Normalfall definitiv länger brauchen.

 

Was sind deine Erfahrungen bis jetzt? Was hat geklappt und was nicht?

Das Projekt lebt natürlich noch nicht sehr lange, allerdings habe ich schon ein paar Dinge ausprobiert. Generell muss natürlich jeder selbst für sich eine Möglichkeit finden, um Geld zu verdienen, denn jede Lebenssituation ist anders. Mein größtes Hindernis ist der Job und das Studium, das ich nebenbei mache. Zum einen nimmt ein duales Studium recht viel Zeit in Anspruch und zum anderen ist man durch den Arbeitgeber im Hintergrund natürlich ein wenig eingeschränkter als „Vollzeitstudenten“. Warum das ein großes Hindernis ist, dazu gleich mehr.

Zu Beginn des Projekts habe ich zum Beispiel Domains registriert und diese dann zum Verkauf angeboten. Ich finde Domains sehr spannend, weil man sie für sehr wenig Geld registrieren lassen kann und trotzdem große Verdienstmöglichkeiten hat. Wenn man gute Domains findet, dann ist das sehr lukrativ. Es gibt in meinen Augen jedoch zwei Probleme, die auch mich betreffen: Erstens brauch man einen Gewerbeschein, wenn man das Ganze mit vielen Domains betreiben will, ich habe mich also auf 3 Domains beschränkt, was wiederum die Chance eines Verkaufs reduziert. Zweitens gibt es unzählige Domains da draußen, sodass man erstmal einen Käufer finden muss. Ich persönlich habe zwar schon mit einem potentiellen Käufer gesprochen, jedoch lagen wir preislich zu weit auseinander. Mein Fazit: Kann lukrativ sein, wenn man die richtigen Domains hat und man braucht Geduld um einen Käufer zu finden!

Ein anderes Experiment von mir war eine Affiliate Marketing Website, die ich an einem Sonntag gebastelt habe. Die Seite ist in meinen Augen wirklich gut, allerdings gab es das Problem, dass man eine Firma braucht, um sich Traffic bei Google & Co einzukaufen. Eine Firmengründung kam bei mir für diese Art von Unternehmen jedoch nicht in Frage, da ich einen zweiten Job bei meinem Arbeitgeber anmelden müsste, was bei mir für eine Website nicht infrage kommt. Ich habe mich dann dazu entschlossen, die Website zu verkaufen und befinde mich in Verhandlungen, sodass dieses Projekt doch noch Geld bringen könnte. Mein Fazit: Affiliate Marketing ist spannend, allerdings ist der Markt schon recht abgegrast und man muss flexibel genug sein, um ein eigenes kleines Unternehmen zu gründen.

Ein drittes Projekt von mir ist der Aufbau einer eigenen Brand, was ich persönlich sehr spannend finde. Außerdem arbeite ich mit zwei Kommilitonen an einem App-Konzept,  auch äußerst interessant, wie ich finde.

Generell muss ich sagen, dass es unzählige Möglichkeiten gibt, um Geld zu verdienen und jeder sollte das finden, was zu ihm und seiner Lebenssituation passt. Ich arbeite momentan an mehreren Dingen, die ich natürlich zu gegebener Zeit auf meinem Blog veröffentlichen werde. Insgesamt denke ich jedoch, dass jeder der mit quasi nichts anfängt und eine Million verdienen will, in irgendeiner Form unternehmerisch tätig werden muss, denn nur mit Sparen dauert der Weg um ein Vielfaches länger!

 

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Hast du ein paar Geheimtipps wo man gutes Geld machen kann?

Ich muss ganz realistisch sagen, dass es kein Patentrezept gibt, mit dem man innerhalb von 5 Jahren Millionär wird. Guckt man sich Statistiken an, wie Millionäre zu Geld gekommen sind, dann findet man heraus, dass nur ein Bruchteil sein Geld durch Erbschaften, Lottogewinne oder Angestelltendasein gemacht hat. Fast alle Millionäre haben ein eigenes Unternehmen aufgebaut, was schließlich zu ihrem Vermögen geführt hat. Ich denke dies ist der einzig praktikable Weg, allerdings ist das Feld „Unternehmensgründung“ sehr weit und jeder sollte das tun was zu ihm passt. Auch ich probiere mich in den verschiedensten Feldern und werde etwas finden, was zu mir passt.

 

In welchem Land ist es aufgrund Steuern etc. am einfachsten reich zu werden?

Ich denke, dass „reich werden“ ein Prozess ist, der grundlegend in allen Ländern gleich funktioniert, zumindest wenn man von der „westlichen Welt“ ausgeht. Natürlich gibt es Tricks mit denen ich legal Steuern umgehen kann, siehe Amazon, Apple, Facebook,… Ich stehe dem jedoch sehr negativ gegenüber, denn diese Steuern zahle ich ja nicht umsonst! Wir in Deutschland schätzen den Wert, den dieses Land uns bietet mit der politischen Stabilität und Sicherheit, gerechter Justiz, dem Sozialsystem, der Infrastruktur, dem hervorragenden internationalen Ruf, etc. viel zu gering ein und jeder der über hohe Steuern klagt, sollte sich in meinen Augen mal überlegen auf was er denn verzichten möchte um weniger Steuern zu zahlen. Natürlich ist es in anderen Ländern steuergünstiger, aber dafür erhalte ich auch nicht dasselbe „Produkt“.

Bezogen auf die Startup-Szene ist Deutschland sicherlich kein Vorreiter, dennoch hat sich in den Großstädten viel in diesem Bereich getan, wobei besonders Berlin  herausragt.

Mein Fazit: Deutschland ist für mich im Augenblick die einzige Variante, die ich mir vorstellen kann.

 

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Wie viel Vorkenntnisse braucht man um erfolgreich an Börse und Co. handeln zu können?

Diese Frage ist mir in der Tat sehr geläufig, da ich in der Finanzbranche tätig bin. Sicherlich schadet es nicht, Vorkenntnisse in Sachen Finanzprodukte zu haben, wenn man an der Börse handeln will, in Deutschland haben wir allerdings vor allem das Problem, dass die Leute in der Breite Angst vor Wertpapieren haben. Das ist natürlich extrem kontraproduktiv, denn Wertpapiere sind in der momentanen Niedrigzinsphase in meinen Augen die einzige Möglichkeit sein Geld gewinnbringend (Inflation!) anzulegen. Man muss jedoch differenzieren zwischen langfristigem Investment und „Zocken“. Ohne dies zu sehr auszuführen sollte ein langfristiges Investment immer mehrere Anlageklassen (Immobilien, Anleihen, Aktien,…) beinhalten, also sowohl in der Art der Wertpapiere als auch in der Lokation breit gestreut sein. Risikodiversifikation nennt man sowas, bedeutet allerdings nur, dass man sein Risiko auf möglichst viele verschiedene Papiere und Regionen der Welt verteilt. Dies erreicht man am besten, indem man sich gezielt verschiedene Fonds aussucht, die den gewünschten Bereich abbilden.

In der Phase in der ich mich befinde bringt ein langfristiges Investment allerdings wenig, da ich nicht über genügend Kapital  verfüge, um mein Gesamtziel (1.000.000€ in 5 Jahren) zu erreichen. Ich beschränke mich also aufs „Zocken“, was sicherlich nichts für blutige Anfänger ist. Ich handle vor allem mit Optionen auf zum Beispiel Devisen, Indizes oder Einzeltitel. Ins Detail gehe ich in Zukunft auf meinem Blog.

Fazit: Börse ist in meinen Augen ein Muss für werdende Millionäre, allerdings braucht man schon ein Grundverständnis und ich rate davon ab, Produkte zu kaufen, die man nicht versteht. Dieses Grundverständnis kann man sich einerseits anlesen, oder aber man holt sich professionellen Rat in Form von Beratung, was natürlich kostet.

 

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Lohnt es sich überhaupt Geld zu sparen und zu häufen wenn die Währung in 10,15 Jahrne nichts mehr wert sein könnte?

Sparen ist enorm wichtig für zukünftige Millionäre, denn einerseits muss man sich ein Startkapital aufbauen, um gewisse Anfangskosten, die immer anfallen, egal ob es eine Unternehmensgründung oder nur eine Website ist, zu bezahlen. Andererseits muss man das Sparsam-Sein üben, denn was nützt mir ein monatlichen Einkommen von 50.000€ wenn ich das ganze Geld zum Fenster rausschmeiße…

Das Thema Inflation, also die Entwertung des Geldes ist natürlich auch sehr wichtig, aber zu vernachlässigen, denn die Inflation beträgt im Schnitt nur ca. 1,5% im Jahr (letzte 30 Jahre). Ziel sollte es sein, mit seinem Vermögen deutlich mehr als die jährliche Inflation zu erwirtschaften. Wenn eines Tages die Währung an sich schlapp macht und der Euro beispielsweise innerhalb weniger Monate keinen Wert mehr hat, so ist es in meinen Augen wichtig, investiert zu sein, denn auch wenn es den Euro nicht mehr gibt, eine Immobilie wird immer noch einen Wert haben, genauso wie es eine Aktie tut. Ich empfehle also dringendst das Investieren in Sachwerte, sodass das eigene Vermögen nicht nur fiktiv auf einem Konto besteht. Alles andere ist reine Spekulation und sollte die Welt in Anarchie verfallen, beziehungsweuse sollten wir ein Armageddon erleben, dann haben wir sicherlich andere Probleme als unser Vermögen auf dem Konto, aber da wir in dieser Sache nie Gewissheit haben werden, macht es keinen Sinn auf den Weltuntergang zu spekulieren.


Es gibt ja viele Millionärsprojekte. Wie hoch ist die Erfolgsquote?

Tatsächlich ist die Erfolgsquote, zumindest bei den Projekten, die ich gesehen habe, gering. Vielen fehlt in meinen Augen ein klares Konzept und vor allem Ausdauer. Die meisten Projekte wollen außerdem durch regelmäßiges Sparen zum Millionär werden, jedoch schätze ich diese Taktik als wenig praktikabel ein. In einigen Fällen mag dies gelingen, in den meisten Fällen kann aber nicht genug Geld monatlich gespart werden, sodass dieses Ziel nicht erreicht wird. Außerdem muss man über viele, viele Jahre sparen, was die eigene Ausdauer auf eine harte Probe stellt. Ich wünsche aber jedem, der sich auf seinen eigenen Weg zum Millionär macht viel Glück und ich bewundere Jeden, der den Mut aufbringt, etwas eigenes auf die Beine zu stellen, um seinen Traum zu verwirklichen!

 

 

Bilder; Titelbild: Clker; Taschenrechner: I-vista  / pixelio.de ; Geldscheine: birgitH  / pixelio.de ; Comic: bschpic  / pixelio.de ; Seil: I-vista  / pixelio.de

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